Literatur

7 Vorsätze für mein Lese- und Bloggerverhalten 2018

Das Jahr ist jetzt schon zwei Wochen alt und obwohl ich mir an Silvester bewusst keine Vorsätze für das neue Jahr überlegt habe, sind mir inzwischen doch ein paar Ideen gekommen, wie ich mein Leseverhalten 2018 gerne etwas verändern würde.

 

Meine Reading Challenge schaffen

Dieser Vorsatz sollte selbsterklärend sein. Doch obwohl meine Ziele in den letzten Jahren mit 20 – 30 Büchern im Jahr schon verhältnismäßig niedrig angesetzt waren, habe ich es seit 2014 nicht mehr geschafft, meine Challenges zu beenden. Grundsätzlich bin ich nicht gewillt, mich von einem Hobby unter Druck setzen zu lassen, aber es gibt noch so viele Bücher, die ich lesen möchte und an jedem Jahresende bin ich aufs Neue enttäuscht, wie wenige davon ich abhaken kann.

2018 Reading Challenge

2018 Reading Challenge

Sabrina has read 3 books toward her goal of 25 books.

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Darum habe ich mir dieses Jahr zwar wieder „nur“ 25 Bücher zum Ziel gesetzt, bin aber zum ersten Mal auch tatsächlich bestrebt, dieses Ziel zu erreichen. Wie ich das schaffen kann bringt mich gleich zu meinen nächsten beiden Zielen:

 

Öfter ein Buch mitnehmen

Obwohl ich mich als Bücherwurm bezeichnen würde und noch dazu (offensichtlich) Buchbloggerin bin, habe ich nicht immer ein Buch in meiner Handtasche. Das ist sogar eher die Ausnahme. Ich weiß, ich weiß: Schande über mein Haupt und so. Im Bus kann ich nicht lesen, 15 min S-Bahnfahrt sind mir zu kurz zum Lesen, mein Rucksack für die Uni ist sowieso schon voll und schwer und wenn ich unter Freunden und Bekannten bin konzentriere ich mich lieber auf sie, als dass ich meine Nase in ein Buch stecke. Alles Gründe, mit denen ich vor mir rechtfertige, das Buch von vorne herein daheim zu lassen. Doch dann hat der Bus Verspätung und ich sitze gelangweilt an der Haltestelle oder die 15 min in der S-Bahn scheinen besonders langsam vorbei zu gehen oder ich muss auf meine Freunde warten und dann hätte ich plötzlich Zeit zum Lesen, aber kein Buch. Daher mein Vorsatz für 2018: Öfter ein Buch mitnehmen, auch wenn es nicht danach aussieht, dass ich zum Lesen kommen werde.

 

Keine Fanfictions lesen

Viel zu häufig ertappe ich mich dabei, mich zwischen meinen ungelesenen Büchern nicht entscheiden zu können und dann lande ich stattdessen bei diversen Portalen mit Fanfictions, weil ich hier das Gefühl habe, eine geringere Verpflichtung einzugehen. Fanfictions sind häufig deutlich kürzer als ein Roman und lassen sich vielleicht sogar innerhalb eines Abends beenden. Grundsätzlich ist an Fanfictions nichts auszusetzen, einige der Geschichten sind sogar richtig gut. Doch zum einen tut es meinen Augen nicht gut, nach einem Tag am Computer auch noch in das Tablet zu starren. Und zum anderen bringt es mich kein Stück weiter, meine Liste mit ungelesenen Büchern abzuarbeiten und dann brauche ich mich am Ende vom Jahr eigentlich nicht zu wundern. Absolut keine Fanfictions zu lesen scheint vielleicht ein harter Schritt zu sein, doch „weniger“ ist eine derart ungenaue Angabe, dass sie mich vermutlich nirgendwo hinführen würde.

 

Meinen Stapel ungelesener Bücher (SuB) abbauen

Meine Auflistung sagt, dass ungefähr 40 ungelesene Bücher in meinem Regal stehen. Im Verhältnis zu der Anzahl Bücher, die ich insgesamt besitze, sind das einige. Natürlich gibt es noch viel mehr Bücher auf meiner Zu-lesen-Liste, die es noch nicht in mein Regal geschafft haben, oder in Bibliotheken nur darauf zu warten scheinen, von mir ausgeliehen zu werden. Um auch diesen Werken eine Chance einzuräumen, habe ich mir überlegt, dass es realistisch wäre, dieses Jahr 10 Bücher aus meinem eigenen Schrank zu lesen.

Ein Teil meines SuB

Mehr Rezensionen schreiben

Als ich mit dem Bloggen begonnen habe, habe ich noch fast jedes Buch rezensiert und mich teilweise gewundert, wie wenig Rezensionen andere auf ihrem Blog haben, wenn ich mir ihr Lesepensum angesehen habe. Inzwischen merke ich auch bei mir, dass ich in meinen Jahresrückblicken, in denen ich alle gelesenen Bücher aufliste, immer weniger Rezensionen verlinken kann. Manchmal schiebe ich Rezensionen so lange vor mir her, bis ich sie entweder vergesse oder mich an das Buch oder den Film kaum noch erinnere. Häufig hingegen habe ich das Gefühl, nichts oder zumindest nichts Interessantes über ein Werk sagen zu können. Doch durch Rezensionsexemplare habe ich gemerkt, dass es hilft, mich manchmal einfach zu pushen. Wenn ich keine andere Wahl hatte, als die Rezension zu schreiben, kamen die Worte dann irgendwann doch. Diese Erkenntnis will ich nutzen, und bei jedem Buch zumindest den Versuch starten, eine Rezension zu schreiben. Vielleicht sind auch mehrere Kurzrezensionen am Ende eines Quartals die richtige Lösung für mich. Mein Ziel ist es, am Ende von 2018 in meinem Jahresrückblick zu ca. 30 % der gelesenen Bücher eine Rezension verlinken zu können. Für Rezensionen zu Filmen habe ich mir kein Ziel gesetzt.

 

Mehr freie Beiträge schreiben

Keine Sorge, „mehr Rezensionen“ soll nicht heißen, dass sich hier nur noch Rezensionen an Rezensionen reihen und die Abwechslung nur noch darin besteht, ob ein Film oder ein Buch besprochen wird. Ich verspüre auch den Wunsch, mehr „freie“ Beiträge zu schreiben, die frei von der Seele weg das behandeln, was mich gerade beschäftigt. Meine Freitags-Favoriten habe ich im letzten Jahr einschlafen lassen und könnte sie dringend mal wiederbeleben. Dafür habe ich 2017 angefangen, Reiseberichte zu verfassen, die überraschend gut ankamen. Mal schauen, wo es mich in diesem Jahr hin verschlägt, aber eines ist sicher: Ihr werdet hier davon lesen. Bald werde ich mein Masterstudium in Germanistik/Literaturwissenschaft beenden, also wie sieht es aus: Würden euch Erfahrungen aus dem Studium und Ratschläge interessieren?

 

Mehr in die Bloggercommunity einbringen

Rund um die Frankfurter Buchmesse ist mir zum ersten Mal aufgefallen, wie gut sich viele Blogger gegenseitig kennen. Und obwohl ich natürlich einer Vielzahl von Blogs, Twitter- und Instagramaccounts folge, fehlen mir die persönlichen Beziehungen. Inzwischen habe ich schon angefangen, mehr zu liken, zu kommentieren und mich an Unterhaltungen zu beteiligen und möchte das auch weiter beibehalten.

11 Kommentare

  • Meike

    Hallo Sabrina,

    ich bin gerade über das litnetzwerk auf deinen Blog gestoßen und muss erstmal sagen, super schön hast du es hier! 🙂

    Deine Vorsäte kann ich super gut nachvollziehen und ich hatte mir ähnliches vorgenommen und komme damit bisher auch echt gan gut zurecht 🙂

    Was das „öfter ein Buch mitnehmen“ angeht, ich habe tatsächlich, auch schon seit längerem, wirklich immer ein Buch dabei wenn ich unterwegs bin … (mal abgesehen von irgendwelchen Feiern oder Verabredungen bei Freunden (obwohl es bei letzterem auch ausnahmen gibt)), einfach weil ich schon zu häufig die Situation hatte, dass ich dachte ich brauche kein Buch und dann ergab sich doch eine passende Situation 😀 😀

    liebe Grüße, Meike

    • Sabrina

      Hallo Meike,

      vielen Dank für das Kompliment.

      Stimmt, man weiß wirklich nie, wann man doch froh ist, ein Buch dabei zu haben.

      Liebe Grüße
      Sabrina

  • Janika

    Liebe Sabrina,
    ein schöner und vor allem wahrer Beitrag. Die Ziele mit dem SUB Abbauen und mehr freie Beiträge zu schreiben habe ich für 2018 auch. Allerdings nur lose, da ich mich nicht allzu sehr auf so ein Ziel versteifen möchte und dann enttäuscht bin, wenn es nicht optimal klappt.
    Ich habe meistens immer ein Buch mit in der Tasche, so lese ich generell viel. Gerade habe ich aber viele tolle Podcasts entdeckt, die mich besonders auf dem Weg zur Arbeit mehr reizen, als zu lesen. Vielleicht gibt’s also auch mal einen Beitrag zu Podcasts. Das ist ja eigentlich auch das Schöne am eigenen Blog: Man kann ihn so gestalten und füllen wie man möchte.
    Liebe Grüße,
    Janika

    • Sabrina

      Hallo Janika,

      ich finde es auch wichtig, sich keine allzu festen Ziele zu setzen. Besonders beim Bloggen. Es soll immerhin Spaß machen und nicht zum Zwang werden und Druck aufbauen. Wie du sagts ist es schön, alle künstlerische Freiheit zu haben beim Bloggen. Ich würde sehr gerne mal etwas über Podcasts lesen. Es gibt inzwischen so viele verschiedene und ich bin auch schon über ein paar richtig gute gestolpert.

      Liebe Grüße
      Sabrina

  • Daggi

    Ich habe mir die Kindle-App aufs Handy gemacht, dadurch habe ich immer ein Buch dabei.

    Allerdings ist das meinem SuB an „echten“ Büchern nicht zuträglich, denn die werden nicht wirklich weniger 😉

    Lg
    Daggi

    #litnetzwerk

    • Sabrina

      Hallo Daggi,

      das Handy ist mir zu klein zum Lesen. Aber du erinnerst mich daran, dass ich meinen E-Book Reader auch endlich mal wiederbeleben wollte, der verstaubt zur Zeit in der Ecke. Du hast Recht, für den SuB im Regal bringt er wenig. Aber es gibt noch so viele Bücher, die ich lesen will und die meine Bücherei z. B. nur als eBook hat.

      Liebe Grüße
      Sabrina

  • Buchbahnhof

    Hallo Sabrina,
    einen schönen Beitrag hast du hier geschrieben. Nachvollziehbare und schöne Vorsätze hast du dir ausgesucht. Vor allem das mit den freien Beiträgen sollte ich mir auch wieder mehr zu Herzen nehmen. Das fällt mir irgendwie total schwer. Mein Blog besteht eigentlich nur noch aus Rezensionen und meinem Samstagsplausch. Finde ich nicht schlimm, aber ab und an ein anderer Beiträge wäre auch schön.
    Ich wünsche dir viel Spaß und Durchhaltevermögen,w enn du deine Vorsätze umsetzt.
    Hab ein wunderbares Wochenende
    LG
    Yvonne
    #litnetzwerk

    • Sabrina

      Hallo Yvonne,

      danke für deinen Kommentar. Tatsächlich hat er mich gerade etwas wach gerüttelt. Denn ich musste jetzt feststellen, dass ich seit diesem Beitrag nur Buchrezensionen veröffentlicht habe. (Meinen Beitrag zum Blogumzug von vor paar Tagen mal ausgenommen.) Da merkt man wieder: Vorsätze ohne regelmäßige Bilanz verlaufen oft im Nichts.
      Schlimm finde ich es auch nicht, aber freie Beiträge sind meist doch nochmal persönlicher als Rezensionen und ich lese sie bei anderen Bloggern sehr gerne. Freut mich, wenn ich dich dazu inspirieren konnte, auch wieder mehr freie Beiträge zu schreiben.

      Liebe Grüße
      Sabrina

  • felia (libraryoflittleworlds)

    Hey liebe Sabrina,

    deine Lese-/Blogvorsätze sind total spannend! Ich habe mir auch welche gemacht.
    Mir ging es früher so wie dir und ich habe jedes gelesene Buch auf dem Blog rezensiert. Mittlerweile bin ich einer dieser Blogs, die kaum noch Rezensionen hochladen. Mir bringen andere Beiträge einfach mehr Spaß zu lesen und zu schreiben! 🙂

    Ich habe mir aber generell vorgenommen mehr auf anderen Blogs zu kommentieren und auch außerhalb meiner üblichen Blogs meine Kreise zu ziehen 😀

    Für das vernetzen mit anderen Bloggern würde ich dir immer immer immer Twitter empfehlen! <3

    Alles Liebe,
    Felia <3

  • Sabrina

    Hallo Pia,

    vielen Dank für deinen lieben Kommentar.
    Bewundernswert, dass du es schaffst, zu jedem Buch eine Rezension zu verfassen.

    Reclam-Hefte sind wirklich perfekt zum Mitnehmen! Aus Schule und Uni habe ich eine ganze Sammlung davon. Nur privat kaufe ich mir dann doch eher schönere Ausgaben als die gelben Heftchen. Deine Angst kann ich absolut nachvollziehen. Wenn ich ein Buch mitnehme packe ich es auch immer zum Schutz in eine kleine Tüte.

    Ich hatte noch gar nicht kapiert, dass du aus Tübingen kommst. Genau genommen wohne ich sogar näher an Tübingen als an Stuttgart. Nur da ich in unserer BaWü-Hautpstadt studiere konzentriert sich mein Leben in die Richtung. (Und ich meiner Blogvita gebe ich lieber Stuttgart an als meine süße kleine Heimatstadt, die eh kaum einem etwas sagt).

    Ganz liebe Grüße
    Sabrina

  • Pialalama

    Hallo Sabrina!

    Da sind viele tolle Vorsätze dabei. Inspirierend! Ich persönlich schreibe immer zu jedem Buch eine Rezension, selbst zu denen, die man gar nicht mehr kaufen kann. Aber man kann ja nie wissen, vielleicht stolpert doch mal jemand darüber.

    Liest du Reclam-Hefte? Die finde ich immer super praktisch zum mitnehmen! Allerdings sind das ja sehr oft Theaterstücke und dass ist manchmal etwas ungeschickt, wenn man da nur 5 Minuten zum Lesen hat. Ich hatte früher immer Angst um meine Bücher wenn ich sie mitgenommen habe. Aber inzwischen habe ich einen „Buchsack“ damit sie geschützt bleiben.

    Und zuletzt noch: Ich habe mir auch vorgenommen mich mehr zu integrieren. Ich habe zwar nicht das Gefühl, irgendwie abgegrenzt zu sein, aber so richtige Freundschaften sind noch nicht entstanden. Nichtmal die Situation, dass ich sagen könnte“ Ich kenne den und den“. Vielleicht kreuzen sich ja mal die Wege! Stuttgart und Tübingen sind jetzt ja nicht gerade weit voneinander entfernt 😉

    Liebe grüße & viel Erfolg mit deinen Vorsätzen,
    Pia !

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