• 1984 von George Orwell
    Belletristik,  Buchrezension,  Literatur

    George Orwell: 1984

    1984 liest sich nicht nur als spannender Roman, sondern auch als Kritik an der Menschheit und hier liegt seine wahre Stärke. Orwell beschreibt eine Zukunftsvision, deren beschriebene Zeit inzwischen bereits Jahrzehnte zurückliegt. Leicht ist man geneigt, erleichtert aufzuatmen, dass sich die Welt nicht wie hier beschrieben entwickelt hat. Dennoch hat 1984 seine Aktualität nie eingebüßt. Orwell zeigt eindrücklich und gnadenlos die Schwächen der Menschheit auf.

  • Qualitylad von Marc-Uwe Kling
    Belletristik,  Buchrezension,  Literatur

    Marc-Uwe Kling: QualityLand

    Zukunftsszenarien, die in einer digitalisierten und kontrollierten Welt spielen, sind nicht neu. Neu ist jedoch Klings Ton, in dem er sein Zukunftsszenario erzählt. Er beschreibt sehr humorvolle Alltagsszenarien, die mir als Leserin sehr viel Spaß gemacht haben. Meine Lieblingsidee sind Werke der Weltliteratur, die etwas positiver ausfallen als wir sie kennen: Wer würde nicht lieber Die Freuden des jungen Werther lesen? Die Vorstellung, wie die Bewohner von QualityLand ihr QualityTab ("das beste Tablet!") küssen, um Transaktionen zu bestätigen und ohne ihr Tab völlig hilflos sind, ist im ersten Moment so absurd, dass sie erheitert statt bedrohlich zu wirken. Erst beim Darübernachdenken fällt auf, welche Aussagen über unsere eigenen Angewohnheiten dahinter…

  • Liebe findet uns von J. P. Monninger
    Belletristik,  Buchrezension,  Literatur

    J.P. Monninger: Liebe findet uns

    Seit langer Zeit war Liebe findet uns das erste Buch, das ich an seinem Erscheinungsdatum gekauft habe. Es wurde bereits im Voraus ziemlich gehypet und während ich ähnliche Phänomene normalerweise gekonnt ignoriere, war ich dieses Mal neugierig. Nicht zu leugnen ist da zum Einen das wunderschöne Cover, das förmlich zu leuchten scheint. Zum Anderen schien die Story genau die Art Lesestoff zu sein, die ich mir für den Sommer erhofft hatte: Eine Protagonistin in meinem Alter, Fernweh und Romantik - die perfekte Urlaubslektüre!

  • Belletristik,  Buchrezension,  Literatur

    Erin Morgenstern: Der Nachtzirkus

    Ein Zirkus in schwarz und weiß. Er taucht unerwartet auf und öffnet seine Tore nur bei Nacht. Er ist ein magischer Ort, der seine Besucher verzaubert und staunend zurücklässt. Und er ist der Austragungsort eines uralten Wettkampfes zweier Magier. Celia und Marco sind ihre Spieler, wurden ihr Leben lang auf ihre Rollen vorbereitet. Doch als sie sich ineinander verlieben wird der Ausgang des Wettkampfes zu einer unerträglichen Vorstellung. Meine Gedanken Erin Morgenstern entführt den Leser ihres Debütromans in eine zauberhafte Zirkuswelt und lässt diese so greifbar werden, dass man das Gefühl hat mitten drin zu sein. Am besten haben mir daher die Passagen gefallen, in denen ich, der Leser persönlich,…