• Die nerven, die Briten! von Paul Hawkins
    Buchrezension,  Literatur,  Sachbuch

    Paul Hawkins: Die Nerven, die Briten!

    Sein Ärger über den Brexit ist ganz klar Hawkins Motivator für dieses Buch (das schreibt er selbst im Vorwort) und dementsprechend schonungslos führt er seine Landsleute vor. Es braucht nicht viel, um eine Ausführung der skurrilsten Eigenschaften der Briten in ein Gag-Feuerwerk zu verwandeln. Hawkins findet zudem stets die richtigen Worte, um aus einer humorvollen Anekdote ihr komplettes Potenzial herauszuholen. Dabei treibt er seine Ausführungen teilweise derart auf die Spitze, dass man sich stellenweise fragt, ob man in Zukunft nicht lieber einen riesen Bogen um die britischen Inseln und ihre merkwürdigen Einwohner machen sollte.

  • Mein Buch von Katja Scholz
    Buchrezension,  Literatur

    Katja Scholtz: Mein Buch [DIY-Buch]

    Mein Buch ist keine Anleitung, wie man der nächste Bestsellerautor wird. Es ist ein Buch zum selber Ausfüllen mit kleinen Aufgaben, die einen zum kreativen Schreiben anregen sollen. Die Aufgaben sind völlig unterschiedlich und darin liegt die klare Stärke dieses Buches. Egal ob inspirierend, witzig, herausfordernd oder auch völlig absurd - auf jeder Seite wartet eine neue Überraschung. Mal ist die harmlose Aufgabe, die Gerüche und Farben während eines Herbstspaziergangs zu beschreiben, dann soll man einem Außerirdischen erklären, was Liebe ist oder eine Kontaktanzeige ohne Adjektive schreiben. Auch vor verschiedenen Textsorten machen die Aufgaben nicht halt.

  • Was andere Menschen Liebe nennen
    Belletristik,  Buchrezension,  Literatur

    Andrea Cremer und David Levithan: Was andere Menschen Liebe nennen

    Bei diesem Roman hat mich zuerst der Titel angesprochen. In Kombination mit dem Coverbild erwartete ich eine leichte Liebesgeschichte zweier Jugendlicher in New York. Der Klappentext bekräftigte diese Vermutung und versprach gleichzeitig Spannung hinsichtlich der Frage, was es mit Stephans Unsichtbarkeit auf sich hat und wie Elizabeth ihm vielleicht helfen kann. Der Roman hält, was er verspricht: Die Liebesgeschichte zwischen Stephan und Elizabeth nimmt den größten Raum ein und kommt ganz ohne unnötige Dreiecksgeschichten, Missverständnisse und mitmischende Ex-Partner aus.

  • Smoke von Dan Vyleta
    Belletristik,  Buchrezension,  Literatur

    Dan Vyleta: Smoke

    Beim Durchstöbern des Bloggerportals hat mich vor allem erstmal das Cover von Smoke angesprochen. Alles, das so deutlich mit London verbunden ist, erweckt meine Neugierde und dazu kamen noch die Farben, die Big Ben etwas Mystisches verleihen. Die Zusammenfassung klang neu und originell. Nicht ganz Fantasy, aber mit dem Rauch ein eindeutig mystisches Element, das das Potenzial zu einer starken Metapher hat. Die ersten Kapitel habe ich schnell in mich aufgesogen. Dan Vyleta hat einen sehr plastischen und lebendigen Schreibstil, den ich auf Anhieb mochte. Die Kapitel wechseln zwischen Er-Perspektive und Ich-Perspektive verschiedenster Charaktere. Auch Randfiguren, die mir als Leser sonst niemals im Gedächtnis geblieben wären, kommen so zu Wort…

  • Belletristik,  Buchrezension,  Literatur

    Julia Engelmann: Eines Tages, Baby

      Mit „One Day/Reckoning Text“ wurde die Poetry-Slammerin Julia Engelmann schlagartig berühmt. Eines Tages, Baby ist ihr erstes Buch mit vierzehn weiteren Slam-Texten. Meine Gedanken Gedichte sind echt nicht mein Ding. Was ich damit sagen will: Mit Lyrik kann man mich jagen! Versmaße interessieren mich überhaupt nicht, was der Dichter (stopp: das lyrische artikulierende Ich) fühlt ist mir auch ziemlich egal  und spätestens wenn es bis auf den allerletzten Aspekt analysiert wurde möchte ich ein Gedicht nie, nie wieder lesen müssen. Ich finde einfach keinen Zugang zu den Worten, finde mich selbst in dieser Gefühlswelt nicht wider. Bei Texten von Julia Engelmann ist das anders. Ja, das ist auch Lyrik.…

  • Belletristik,  Buchrezension,  Literatur

    Robert Galbraith: Der Ruf des Kuckucks

      Der erste Kriminalroman von J.K. Rowling, den sie unter dem Pseudonym Robert Galbraith veröffentlichte. Privatdetektiv Cormoran Strike wird engagiert, weil der Bruder des von ihrem Balkon gestürzten Models Lula Landry nicht wie die Polizei an Selbstmord glaubt. Kann Strike Hinweise zutage fördern, die die Polizei übersehen hat? Und wird ihm jemand glauben? Meine Gedanken Ich bin wirklich kein Fan von Kriminalromanen, aber wenn ein Buch aus der Feder von J.K. Rowling stammt, muss ich es einfach lesen. Am meisten bewundere ich an dieser großartigen Autorin zweierlei Dinge. Zum einen ihren Schreibstil, sie lässt die Szenerie vor meinem inneren Auge so plastisch entstehen wie nur selten ein anderer Autor. Zum…