• Dear Martin von Nic Stone
    Belletristik,  Buchrezension,  Literatur

    Nic Stone: Dear Martin

    In der Vergangenheit ist es schon mal vorgekommen, dass ich während des Lesens wütend wurde. Allerdings dann meistens, weil sich der Roman als unterirdisch schlecht entpuppte oder sich die Handlung in eine Richtung entwickelte, wo ich sie nicht haben wollte. Mit Dear Martin war das anders. Zum ersten Mal empfand ich eine rasende, hilflose Wut. Denn obwohl es sich hier um eine fiktive Geschichte handelt, bestand für mich während des Lesens kein Zweifel, dass diese Dinge in der Realität so passieren. Der Rassismus gegen Schwarze in den USA ist kein neues Thema. Aber er ist auch längst kein überholtes Thema.

  • Die Geschichte der Bienen von Maja Lunde
    Belletristik,  Buchrezension,  Literatur

    Dystopie oder unsere Zukunft? Maja Lunde: Die Geschichte der Bienen

    Was wäre der Mensch ohne Bienen? Das ist die Frage, die sich als roter Faden durch den Roman zieht. Während die Handlung kapitelweise zwischen William, George und Tao hin- und herspringt, verdeutlichen ihre Einzelgeschichten historisch aneinander gereiht zunehmend die überindividuelle Bedeutung des Verhältnisses von Mensch und Biene: Im 19. Jahrhundert ist William mit seinem besonderen Interesse für Bienen ein Außenseiter in seinem Umfeld. In unserer Zeit ist George mit seiner Bienenfarm ein Imker von vielen. Einige Jahrzehnte später tragen Tao und ihre Familie wie die gesamte Weltbevölkerung die Folgen des Verschwindens der Bienen.

  • Make-Up von Xelly
    Buchrezension,  Literatur,  Sachbuch

    Xelly Cabau Van Kasbergen: Make-Up

    Was ich gesucht habe, war eine Anleitung für die absoluten Grundlagen des Schminkens. Eine Anleitung, in der ich Einzelheiten kurz nachschlagen kann, aber auch Dinge über Make-Up lerne, von denen ich noch gar nicht wusste, dass sie mich interessieren könnten. Als ich im Bloggerportal Make-Up von Xelly Cabau van Kasbergen entdeckte, hatte ich sofort den Verdacht, dass ich genau diese Anleitung endlich gefunden haben könnte.

  • Die nerven, die Briten! von Paul Hawkins
    Buchrezension,  Literatur,  Sachbuch

    Paul Hawkins: Die Nerven, die Briten!

    Sein Ärger über den Brexit ist ganz klar Hawkins Motivator für dieses Buch (das schreibt er selbst im Vorwort) und dementsprechend schonungslos führt er seine Landsleute vor. Es braucht nicht viel, um eine Ausführung der skurrilsten Eigenschaften der Briten in ein Gag-Feuerwerk zu verwandeln. Hawkins findet zudem stets die richtigen Worte, um aus einer humorvollen Anekdote ihr komplettes Potenzial herauszuholen. Dabei treibt er seine Ausführungen teilweise derart auf die Spitze, dass man sich stellenweise fragt, ob man in Zukunft nicht lieber einen riesen Bogen um die britischen Inseln und ihre merkwürdigen Einwohner machen sollte.

  • Mein Buch von Katja Scholz
    Buchrezension,  Literatur

    Katja Scholtz: Mein Buch [DIY-Buch]

    Mein Buch ist keine Anleitung, wie man der nächste Bestsellerautor wird. Es ist ein Buch zum selber Ausfüllen mit kleinen Aufgaben, die einen zum kreativen Schreiben anregen sollen. Die Aufgaben sind völlig unterschiedlich und darin liegt die klare Stärke dieses Buches. Egal ob inspirierend, witzig, herausfordernd oder auch völlig absurd - auf jeder Seite wartet eine neue Überraschung. Mal ist die harmlose Aufgabe, die Gerüche und Farben während eines Herbstspaziergangs zu beschreiben, dann soll man einem Außerirdischen erklären, was Liebe ist oder eine Kontaktanzeige ohne Adjektive schreiben. Auch vor verschiedenen Textsorten machen die Aufgaben nicht halt.

  • Was andere Menschen Liebe nennen
    Belletristik,  Buchrezension,  Literatur

    Andrea Cremer und David Levithan: Was andere Menschen Liebe nennen

    Bei diesem Roman hat mich zuerst der Titel angesprochen. In Kombination mit dem Coverbild erwartete ich eine leichte Liebesgeschichte zweier Jugendlicher in New York. Der Klappentext bekräftigte diese Vermutung und versprach gleichzeitig Spannung hinsichtlich der Frage, was es mit Stephans Unsichtbarkeit auf sich hat und wie Elizabeth ihm vielleicht helfen kann. Der Roman hält, was er verspricht: Die Liebesgeschichte zwischen Stephan und Elizabeth nimmt den größten Raum ein und kommt ganz ohne unnötige Dreiecksgeschichten, Missverständnisse und mitmischende Ex-Partner aus.