• Belletristik,  Buchrezension,  Literatur

    Michael Ende: Die unendliche Geschichte

    Längst zählt Die unendliche Geschichte von Michael Ende zu den Klassikern der Kinder- und Jugendliteratur. Seit inzwischen 40 Jahren begeistert die Geschichte rund um den Jungen Bastian Balthasar Bux, der sich in ein Buch mit dem Titel Die unendliche Geschichte vertieft. Gespannt verfolgt er die Abenteuer von Atréju, der Phantásien und seine Herrscherin, die Kindliche Kaiserin, retten soll. Als Bastian selbst Teil der unendlichen Geschichte wird, steht ihm sein eigenes Abenteuer bevor.

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    Robert Dinsdale: Die kleinen Wunder von Mayfair

    Ein Spielzeugladen wie Papa Jacks Emporium lässt nicht nur Kinderherzen höher schlagen. Ein schwebendes Wolkenschloss, ein Papierwald, Geheimgänge und verwinkelte Gänge, bei denen es an jeder Ecke etwas Spannendes zu entdecken gibt, lassen einen Besuch hier zum Abenteuer werden. Und als Leser ist man mittendrin in diesem Abenteuer. Durch den lebendigen Erzählstil konnte ich förmlich sehen, wie Aufziehtiere durch die Gänge rennen, umgeben von warmen Lichtern und begleitet von Kinderlachen. Dinsdale ist es gelungen, in dieser Geschichte perfekt einzufangen, welchen Zauber Spielzeug ausüben kann.

  • Dear Martin von Nic Stone
    Belletristik,  Buchrezension,  Literatur

    Nic Stone: Dear Martin

    In der Vergangenheit ist es schon mal vorgekommen, dass ich während des Lesens wütend wurde. Allerdings dann meistens, weil sich der Roman als unterirdisch schlecht entpuppte oder sich die Handlung in eine Richtung entwickelte, wo ich sie nicht haben wollte. Mit Dear Martin war das anders. Zum ersten Mal empfand ich eine rasende, hilflose Wut. Denn obwohl es sich hier um eine fiktive Geschichte handelt, bestand für mich während des Lesens kein Zweifel, dass diese Dinge in der Realität so passieren. Der Rassismus gegen Schwarze Menschen in den USA ist kein neues Thema. Aber er ist auch längst kein überholtes Thema.

  • Belletristik,  Buchrezension,  Literatur

    Matt Haig: How to Stop Time

    Die Handlung folgt Tom zu unserer Zeit, er hat sich in London niedergelassen und arbeitet als Geschichtslehrer. Den Großteil des Buches machen jedoch Kapitel aus, die irgendwann in Toms Vergangenheit spielen. Zunächst hat mich das leicht irritiert. Man wird in ein Wechselbad der Gefühle geworfen: mal gibt es amüsante Anekdoten über Shakespeare, mal traurig-schöne Romantik, dann wieder schockierende Tragik. Die Vergangenheitskapitel wurden schnell zu meinem Lieblingsbestandteil der Geschichte und dennoch schienen sie zu stören, denn sie schienen die Haupthandlung auszubremsen. Erst langsam erkannte ich das Muster: Die Vergangenheitskapitel stehen immer im Zusammenhang zum Heute.

  • Belletristik,  Buchrezension,  Literatur

    Victor Hugo: Les Misérables / Die Elenden

    “Es gibt einen Zustand, in dem Schmach und Unglück dasselbe sind, und dieses eine Wort ‚Die Elenden‘ bedeutet ja schon beides.” (Victor Hugo: Die Elenden) Frankreich, 19. Jahrhundert: Jean Valjean, ein ehemaliger Galeerensträfling, nimmt eine neue Identität an, baut sich eine ehrliche Existenz auf und bringt es bald zu viel Geld. Er gilt als Wohltäter der Armen und nimmt sich auch Fantine und ihrer Tochter Cosette an. Aber seine Vergangenheit holt ihn immer wieder ein. Meine Gedanken Victor Hugo schrieb Les Misérables Ende des 19. Jahrhunderts und daher liegt dem Roman ein Erzählstil zugrunde, den heute wohl niemand mehr verwenden würde: Kapitelweise werden Leben und Erlebnisse von mehr aber auch…

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    David Nicholls: One Day

    In One Day steckt so viel Leben in seiner schönsten und unschönsten Form. Und David Nicholls hat einen wunderschönen Ton gefunden, diese Geschichte zu erzählen. Mehrmals habe ich beim Leben innegehalten, weil mir ein Satz oder ein Abschnitt aufgefallen ist, den ich mir merken oder herausschreiben wollte, weil er mich zutiefst beeindruckt hat, sowohl mit der Formulierung als auch mit dem Inhalt.