• 1984 von George Orwell
    Belletristik,  Buchrezension,  Literatur

    George Orwell: 1984

    1984 liest sich nicht nur als spannender Roman, sondern auch als Kritik an der Menschheit und hier liegt seine wahre Stärke. Orwell beschreibt eine Zukunftsvision, deren beschriebene Zeit inzwischen bereits Jahrzehnte zurückliegt. Leicht ist man geneigt, erleichtert aufzuatmen, dass sich die Welt nicht wie hier beschrieben entwickelt hat. Dennoch hat 1984 seine Aktualität nie eingebüßt. Orwell zeigt eindrücklich und gnadenlos die Schwächen der Menschheit auf.

  • Buchrezension,  Literatur

    Zelda Fitzgerald: Ein Walzer für mich

    Mir war bekannt, dass es sich bei Ein Walzer für mich um einen autobiografischen Roman handelt und habe deshalb bewusst danach gegriffen. Ich wollte mehr erfahren über dieses glamouröse Paar und die Szene, in denen sich die Fitzgeralds ihrer Zeit bewegten. Als entsprechend verwirrend und lästig empfand ich die Verschleierungen. So fiel es mir schwer, den Maler David Knight mit dem Autor F. Scott Fitzgerald in Einklang zu bringen. Noch schwieriger wurde es bei all den Bekanntschaften der Knights, hier konnte ich nur raten, welche realen Persönlichkeiten sich eventuell dahinter verbergen könnten. Letztlich ist Ein Walzer für mich eben keine Autobiografie, Zelda Fitzgerald legt nicht Seite für Seite ihr Leben…

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    Victor Hugo: Les Misérables / Die Elenden

    “Es gibt einen Zustand, in dem Schmach und Unglück dasselbe sind, und dieses eine Wort ‚Die Elenden‘ bedeutet ja schon beides.” (Victor Hugo: Die Elenden) Frankreich, 19. Jahrhundert: Jean Valjean, ein ehemaliger Galeerensträfling, nimmt eine neue Identität an, baut sich eine ehrliche Existenz auf und bringt es bald zu viel Geld. Er gilt als Wohltäter der Armen und nimmt sich auch Fantine und ihrer Tochter Cosette an. Aber seine Vergangenheit holt ihn immer wieder ein. Meine Gedanken Victor Hugo schrieb Les Misérables Ende des 19. Jahrhunderts und daher liegt dem Roman ein Erzählstil zugrunde, den heute wohl niemand mehr verwenden würde: Kapitelweise werden Leben und Erlebnisse von mehr aber auch…

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    Thodor Storm: Pole Poppenspäler

    Es gibt einen ich-Erzähler, ein junger Geselle, dessen Namen man aber nie erfährt. Viel wichtiger ist auch sein Freund, der alte Paul Paulsen. Denn der erzählt die Geschichte, wie er zu seinem Spitznamen “Pole Poppenspäler” kam; Wie in seiner Kindheit einmal eine Puppenspielerfamilie in seiner Stadt Halt machte und wie er und die kleine Puppenspielerin Lisei dicke Freunde wurden. Meine Gedanken: Ich weiß, viele jetzt denken: Ernsthaft? Ein Reclam?! Wer hat kein Trauma aus der Schule von diesen kleinen gelben Büchern? Ganz freiwillig habe ich dieses Buch auch nicht in die Hand genommen und meine Erwartungen lagen irgendwo zwischen langweilig und ätzend. Aber ich was sehr schnell vom Gegenteil überzeugt!…