• Belletristik,  Buchrezension

    Christopher Paolini: Die Gabel, die Hexe und der Wurm – Funktioniert die Fortsetzung der Eragon Reihe nach 10 Jahren?

    Band 4 der Eragon-Reihe hat mich damals eher ratlos zurückgelassen. Viele der Handlungsstränge, die Paolini im Verlauf der Reihe eröffnete, brachte er recht abrupt und wenig zufriedenstellend zuende. Ich hatte mich schon längst damit abgefunden, als Ende 2018 der cbj Verlag plötzlich unerwartet eine Fortsetzung angekündigte. Nach all der Zeit rechnete ich damit, dass dieses Buch in eine von zwei Richtungen gehen würde: Ein eingerosteter Autor greift seinen Megaerfolg wieder auf, da er sonst nichts zu erzählen hat, und zerstört die Reihe vollends. - Oder wir bekommen endlich die Antworten, auf die wir so lange warten mussten.

  • Die Radleys von Matt Haig
    Belletristik,  Buchrezension,  Hörbuch,  Literatur

    Matt Haig: Die Radleys

    Der Grundgedanke der Story ist ziemlich vielversprechend. Endlich geht es einmal nicht um jahrhunderte alte Vampire voller Seelenqualen, die sich in eine Schülerin verlieben. (Das sind die Art von Vampirgeschichten, die ich bisher kannte). Es hat mir gefallen, dass die Radleys eine richtige Familie sind, dass es ihnen möglich ist, ganz auf Blut zu verzichten und sie keine Waldtiere jagen. Es hat mir gefallen, dass sich Clara und ihr Bruder Rowan mit ganz normalen Teenagerproblemen herumschlagen und irgendwie hat mir zunächst auch der Ansatz zugesagt, dass sie selbst bis zu Claras Zwischenfall überhaupt nicht wissen, dass sie Vampire sind. Allerdings ist das auch einer der Punkte, an dem ich begann,…

  • Was andere Menschen Liebe nennen
    Belletristik,  Buchrezension,  Literatur

    Andrea Cremer und David Levithan: Was andere Menschen Liebe nennen

    Bei diesem Roman hat mich zuerst der Titel angesprochen. In Kombination mit dem Coverbild erwartete ich eine leichte Liebesgeschichte zweier Jugendlicher in New York. Der Klappentext bekräftigte diese Vermutung und versprach gleichzeitig Spannung hinsichtlich der Frage, was es mit Stephans Unsichtbarkeit auf sich hat und wie Elizabeth ihm vielleicht helfen kann. Der Roman hält, was er verspricht: Die Liebesgeschichte zwischen Stephan und Elizabeth nimmt den größten Raum ein und kommt ganz ohne unnötige Dreiecksgeschichten, Missverständnisse und mitmischende Ex-Partner aus.

  • Smoke von Dan Vyleta
    Belletristik,  Buchrezension,  Literatur

    Dan Vyleta: Smoke

    Beim Durchstöbern des Bloggerportals hat mich vor allem erstmal das Cover von Smoke angesprochen. Alles, das so deutlich mit London verbunden ist, erweckt meine Neugierde und dazu kamen noch die Farben, die Big Ben etwas Mystisches verleihen. Die Zusammenfassung klang neu und originell. Nicht ganz Fantasy, aber mit dem Rauch ein eindeutig mystisches Element, das das Potenzial zu einer starken Metapher hat. Die ersten Kapitel habe ich schnell in mich aufgesogen. Dan Vyleta hat einen sehr plastischen und lebendigen Schreibstil, den ich auf Anhieb mochte. Die Kapitel wechseln zwischen Er-Perspektive und Ich-Perspektive verschiedenster Charaktere. Auch Randfiguren, die mir als Leser sonst niemals im Gedächtnis geblieben wären, kommen so zu Wort…

  • Belletristik,  Buchrezension,  Literatur

    J. K. Rowling: Harry Potter und das verwunschene Kind

      Die Fortsetzung der Harry Potter Reihe, neunzehn Jahre später. Der lang ersehnte achte Band? Als ich Harry Potter und die Heiligtümer des Todes nach seinem Erscheinen innerhalb einiger Stunden beendet hatte, schlug ich das Buch mit schwerem Herzen zu. Ich war traurig, dass die Geschichte um Harry Potter, die mich meine gesamte Schulzeit lang begleitet hatte, nun vorbei sein sollten. Und wie so viele andere Fans wünschte ich mir eine Fortsetzung, doch die lies lange auf sich warten. Inzwischen hatte ich michan den Gedanken gewöhnt, keinen weiteren Harry Potter Band mehr in den Händen zu halten und reagierte auf die Neuigkeit einer achten Geschichte eher mit Skepsis. Dass es…

  • Belletristik,  Buchrezension,  Literatur

    Erin Morgenstern: Der Nachtzirkus

    Ein Zirkus in schwarz und weiß. Er taucht unerwartet auf und öffnet seine Tore nur bei Nacht. Er ist ein magischer Ort, der seine Besucher verzaubert und staunend zurücklässt. Und er ist der Austragungsort eines uralten Wettkampfes zweier Magier. Celia und Marco sind ihre Spieler, wurden ihr Leben lang auf ihre Rollen vorbereitet. Doch als sie sich ineinander verlieben wird der Ausgang des Wettkampfes zu einer unerträglichen Vorstellung. Meine Gedanken Erin Morgenstern entführt den Leser ihres Debütromans in eine zauberhafte Zirkuswelt und lässt diese so greifbar werden, dass man das Gefühl hat mitten drin zu sein. Am besten haben mir daher die Passagen gefallen, in denen ich, der Leser persönlich,…