• Ich und die Menschen von Matt Haig
    Belletristik,  Buchrezension,  Literatur

    Matt Haig: Ich und die Menschen

    Der Klappentext kann durchaus den Eindruck erwecken, dass es sich bei Ich und die Menschen um einen Science-Fiction-Roman handelt, der von der Interaktion einer außerirdischen Spezies mit der Menschheit erzählt. In gewisser Weise trifft das zu. Der namlose Ich-Erzähler ist ein Alien, der auf der Erde eine Mission zu erfüllen hat. Darum dreht sich die Handlung. Dennoch wird die große Alien vs. Mensch Frage im besten Fall nur angeschnitten. Der Fokus liegt im Roman ganz klar darauf, was auf der persönlichen Ebene passiert. Da sich der Ich-Erzähler für Andrew ausgibt, besteht seine größte Herausforderung darin, seine Rolle möglichst glaubhaft denen gegenüber auszufüllen, die Andrew am nächsten stehen.

  • Belletristik,  Buchrezension,  Literatur

    Matt Haig: How to Stop Time

    Die Handlung folgt Tom zu unserer Zeit, er hat sich in London niedergelassen und arbeitet als Geschichtslehrer. Den Großteil des Buches machen jedoch Kapitel aus, die irgendwann in Toms Vergangenheit spielen. Zunächst hat mich das leicht irritiert. Man wird in ein Wechselbad der Gefühle geworfen: mal gibt es amüsante Anekdoten über Shakespeare, mal traurig-schöne Romantik, dann wieder schockierende Tragik. Die Vergangenheitskapitel wurden schnell zu meinem Lieblingsbestandteil der Geschichte und dennoch schienen sie zu stören, denn sie schienen die Haupthandlung auszubremsen. Erst langsam erkannte ich das Muster: Die Vergangenheitskapitel stehen immer im Zusammenhang zum Heute.