I AM SH(ERL)OCKED
Film,  Filmrezension,  Serie

Sherlock (Staffel 4)

Die lang erswartete vierte Staffel der BBC-Erfolgsserie rund um Sherlock Holmes und John Watson startete am Neujahrstag im UK und den USA mit drei neuen Folgen: The Six Thatchers, The Lying Detective und The Final Problem. In Deutschland erfolgt die Ausstrahlung in der ARD im „zweiten Quartal 2017“, also frühestens ab April.

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Endlich eine neue Staffel!

Auf keinen Fall konnte ich bis zum deutschen Ausstrahlungstermin warten. Da ich die Serie erst letztes Jahr für mich entdeckt habe und das Internet voll ist von Spoilern jeglicher Art, war wenig davon eine wirkliche Überraschung für mich.  Zwar hat dies der Genialität der Serie kaum einen Abbruch getan, aber Staffel 4 wollte ich dennoch unbedingt ohne Vorwissen erleben. Zum Glück machen es Streaming-Portale und Video On Demand Plattformen möglich, die originalen Folgen bereits an ihrem Ausstrahlungstag (oder höchstens um einen Tag verzögert) auch außerhalb von UK und USA anzuschauen.

 

Noch dramatischer und spannender

Die Teaser und Trailer vermittelten im Voraus ein sehr düsteres Bild und auch Andeutungen der Drehbuchautoren und Schauspieler verstärkten diesen Eindruck. Erleichterung machte sich in mir breit, als die erste Folge direkt mit dem für Sherlock bekannten Humor startete, den wir alle lieben. Es gab wieder viel zu lachen und vor allem die kleine Rosamund Watson, das Baby von Mary und John, bot viel Stoff zum schmunzeln. So viel zur trügerischen Stille vor dem Sturm. Während die Anfänge der letzten Staffeln häufig zwar spannende Fälle boten, aber im Vergleich zum jeweiligen Klimax des Staffelfinales noch relativ sorgenfrei war, setzte The Six Thatchers in punkto Dramatik und Spannung bereits ganz oben an. Folge zwei und drei verbrachte ich dann nur noch im Dauerschockzustand.

 

Alles aus oder der Beginn einer neuen Ära?

Mit Staffel vier hat die Serie entweder ihren ultimativen Klimax und damit ihr endgültiges Ende erreicht oder es ist der Beginn einer völlig neuen Ära. Jedenfalls scheint es unmöglich, zu dem zurück zu kehren, was die ersten drei Staffeln erzählt haben. Die Bösen dieser Staffel waren noch unangenehmer und durchgeknallter, als alles, was Sherlock bisher zu bieten hatte. Es folgte eine Wendung auf die andere, ein Schock jagte den nächsten und als Zuschauer konnte man nur noch atemlos auf den Bildschirm starren. Während ich diesen Eintrag schreibe ist das Staffelfinale gerade eine gute viertel Stunde her und ich bin einfach nur völlig aufgewühlt und durcheinander.

Eines möchte ich betonen: Jeder einzelne, der an dieser Staffel beteiligt war, hat einen richtig guten Job gemacht. Es war eine Freude zu sehen, wie dem Hauptcast ihre Figuren inzwischen in Leib und Seele übergegangen sind und jeder auch nach der jahrelanger Pause problemlos in seine Rolle zurückgefunden hat. Und auch die Drehbuchautoren, Steven Moffat und Mark Gatiss, haben mal wieder ihre Genialität unter Beweis gestellt. Mir ist klar, dass viele Fans unglücklich über das Staffelfinale sind und auch ich kann noch nicht beurteilen, wie ich es richtig einordnen soll, aber erzähltechnisch ist die Staffel genial aufgebaut. Während die erste Folge noch mit Leichtigkeit an die vorangehenden Staffeln anknüpft, wird es langsam aber sicher immer dunkler, immer dramatischer. Der Spannungsbogen wird bis zum äußersten gespannt, um die Story am Ende an einem Punkt enden zu lassen, mit dem niemand hätte rechnen können und auf den rückblickend doch alles hin gearbeitet hat.

 

Auf keinen Fall verpassen!!

Insgesamt ist die vierte Staffel absolut brillant. Doch sie gibt Sherlock eine völlig neue Richtung, die nicht jedem gefällt. Letztlich muss jeder für sich selbst entscheiden, ob er sich über die Genialität der Staffel freuen kann oder enttäuscht ist, weil es nicht mehr Sherlock ist, wie wir die Serie kennen und lieben gelernt haben. Verpassen sollte man sie aber auf keinen Fall! Nicht eine Sekunde davon.

Das Wichtigste ist: Spoiler vermeiden! Die Staffel ist ein einziger Überraschungs- und Schockmoment, das sollte man sich auf keinen Fall ruinieren.

 

TITEL Sherlock
REGIE Rachel Talalay, Nick Hurran, Ben Caron
DREHBUCH Steven Moffat, Mark Gatiss
LAUFZEIT 3 Folgen à 90 min
JAHR 2017
BUCHVORLAGE Sir Arthur Conan Doyle

 

Hintergrund Beitragsbild: 172-Brushed-Metal-Grey by The RAVE Wallpapers Collection / Original zugeschnitten

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Ein Kommentar

  • schauwerte

    Ich fand das „Ende“ (ich bin mir auch nicht klar, ob das der Start für etwas Neues sein soll/ wird) enttäuschend. Da wurden mal locker einige Schippen zuviel in das Drehbuch gekippt.

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