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Sherlock Holmes in der Jugendliteratur

Sherlock Holmes ist wohl eine der bekanntesten und beliebtesten fiktiven Persönlichkeiten. Kein Wunder also, dass neben den Originalgeschichten von Sir Arthur Conan Doyle auch andere Autoren Geschichten mit dem Meisterdetektiv in der Hauptrolle veröffentlicht haben. Eben diesen sogenannten Pastiches widmen sich diese Woche Karo und Sabine in ihrer Reihe #bakerstreetblogs.

#bakerstreetblogs?

Im Oktober 2018 haben Karo (Blog: fiktionfetzt) und Sabine (Blog: ant1heldin) die Blogaktion #bakerstreetblogs ins Leben gerufen. Los ging das Ganze mit einem Plädoyer, warum Holmes auch heute noch lesenswert ist. (Wer die Antwort darauf noch nicht kennt: unbedingt Sabines und Karos Beiträge lesen und überzeugen lassen!). Seitdem versorgen die beiden ihre Leser (fast) jeden Sonntag mit spannenden Beiträgen rund um den Meisterdetektiv aus der Baker Street. Von einzelnen Figuren, über Adaptionen bis hin zu den Fans, haben sie schon alles Mögliche rund um das Fandom unter die Lupe genommen. Diese Woche stehen Holmes-Pastiches im Mittelpunkt: Wie funktionieren sie? Und welche sind wirklich lesenswert? Schaut nachher also gleich mal bei den beiden vorbei für noch mehr holmschen Lesestoff: Beitrag von Karo & Beitrag von Sabine.

Zuvor verrate ich euch, ob moderne Adaptionen für ein jüngeres Publikum funktionieren können. Denn zufällig habe ich vor kurzem selbst meine ersten Holmes-Pastiches gelesen: jeweils den ersten Band von Young Sherlock Holmes und von Holmes & Ich (Beides sind Jugendbuchreihen, die innerhalb der letzten acht Jahre erschienen sind.). Also perfekt, um mich diese Woche bei den #bakerstreetblogs einzuklinken.

 

Die Grundidee

Young Sherlock von Andrew LaneBei Young Sherlock Holmes von Andrew Lane braucht es keinen Verstand eines Meisterdetektivs, um zu deduzieren, wovon die Reihe handelt: es geht um den jungen Sherlock Holmes. Im ersten Band ist er gerade vierzehn Jahre alt und Internatsschüler an der Deepdene-Knabenschule, als seine Detektivkarriere beginnt. Lane hat sich zum Vorteil gemacht, dass über die Jugend Holmes kaum etwas bekannt ist. So ist er nicht nur relativ frei in seiner Erzählung. Er füllt außerdem eine Lücke, die Holmes-Fans durchaus beschäftigt und hat somit automatisch das Interesse der Leser auf seiner Seite.

Holmes & Ich von Brittany CavallaroIn Holmes & Ich präsentiert Brittany Cavallaro uns hingegen Holmes und Watson der nächsten Generation. Oder ich sollte wohl eher schreiben, der über-über-über-nächsten Generation? Hier treffen nämlich die Urururenkel des berühmten Duos aufeinander: Charlotte Holmes und Jamie Watson. Damit hat sich Cavallaro natürlich ganz eigene Freiheiten geschaffen. Besonders witzig finde ich, dass hier die bekannten Holmes-Werke von Doyle ebenso existieren wie für uns. Allerdings ist natürlich John Watson der wahre Autor und Doyle lediglich sein Literaturagent.

 

Es beginnt mit Sherrin(g)ford

Witziger Weise konnten die Autoren beider Reihen nicht widerstehen, Sherrinford in ihre Geschichten einzubauen. Der Name zieht sich wie ein Running Gag durch die Geschichte der Holmes-Adaptionen. Ursprünglich wählte Doyle den Namen für seinen Meisterdetektiv, bevor er ihn dann in Sherlock umbenannte. Doch der Name blieb trotzdem, wenn auch in den verschiedensten Zusammenhängen. Lane wählt ihn als Vorname für Sherlocks Onkel. In Der Tod liegt in der Luft kann Sherlock in den Sommerferien nicht zu seinen Eltern nach Hause, sondern wird stattdessen zu seinem Onkel Sherrinford auf dessen Landsitz geschickt. Hier liegt wortwörtlich der Tod in der Luft und so erlebt Sherlock sein erstes Detektivabenteuer. Auch Cavallaro wählt Sherringford als Ausgangspunkt für ihr erstes Holmes-Abenteuer. Sie fügt dem Namen einfach ein ‚g‘ hinzu und macht daraus ein Eliteinternat an der amerikanischen Ostküste. Hier treffen Charlotte Holmes und Jamie Watson erstmals aufeinander und werden prompt in einen Mordfall verwickelt.

 

Das Genie: Sherlock und Charlotte Holmes

Der vierzehnjährige Sherlock Holmes, den uns Lane präsentiert, ist noch sehr weit von der Denkmaschine entfernt, die in 221B Baker Street anzutreffen ist. Grundsätzlich zwar intelligent, fehlt ihm die Überlegenheit gegenüber seinen Mitmenschen. So stellen sämtliche erwachsenen Bezugspersonen Sherlocks geistige Fähigkeiten wiederholt auf die Probe. Auch wenn er diese Proben besteht, ist doch klar, wer hier die überlegene Person im Raum ist. Aber selbst Sherlocks gleichaltrige Freunde sind ihm teilweise einen Schritt voraus. Sherlock ist hier eindeutig noch Schüler. Und sein Meister ist Amys Crowe. Dieser ist ein Amerikaner, den die Familie Holmes über die Sommerferien als Hauslehrer engagiert hat. Obwohl ein völlig anderer Typ als der erwachsene Holmes, vertritt Crowe hier die Rolle der souveränen Denkmaschine. Er ist in verschiedenen Wissenschaften bewandert, besitzt eine ausgesprochen bemerkenswerte Kombinationsgabe und ist ein erfahrener Fährtenleser. Schon im ersten Band ist es spannend zu sehen, wie Sherlock beginnt, seine Denkweise zu erlernen und detektivische Fähigkeiten zu entwickeln.

Ob die Holmes-Art bei Charlotte Holmes schon angeboren ist? Keine Ahnung. Aber ein Kind dieser Familie kann sich nur in eine Richtung entwickeln. Egal ob Familienerbe oder Tradition, ein Holmes lernt in dieser Buchreihe das Deduzieren, wenn er noch Windeln trägt. (Vielleicht nicht wortwörtlich, aber ihr versteht, worauf ich hinauswill.) Doch es ist mehr als die überragende Intelligenz und Kombinationsgabe, die Charlotte mit ihrem Vorfahren verbindet. Es sind die chemischen Experimente, das Geigenspielen – und ja, auch die Drogen. Als echte Holmes ist Charlotte stets die Schlauste im Raum – und das lässt sie bewusst alle um sich herum spüren. Dennoch hat sie noch nicht das wahre Holmsche Maß an Überlegenheit und Distanziertheit gegenüber ihren Mitmenschen entwickelt. Und wird es hoffentlich auch nie tun. Denn so ist Charlotte eine ganz rührende Mischung aus Denkmaschine und einem jungen Mädchen mit ihren ganz eigenen Sorgen und liebenswerten Angewohnheiten. Dabei wirkt sie verletzlich und dadurch nahbar, und hält dennoch ihre Mauer aus undurchschaubaren Geheimnissen aufrecht. Ich habe sie sofort ins Herz geschlossen und hoffe, dass sie in den weiteren Bänden noch ein paar ihrer Geheimnisse offenbart.

 

Der Sidekick: Matthew Arnatt und Jamie Watson

Sherlock Holmes und John Watson lernen sich 1881 in London kennen. Entsprechend spielt sein treuer Gefährte 1868 im Leben von Holmes noch keine Rolle. Dennoch muss ein Sidekick her und der tritt hier in Form eines Straßenjungen auf: Matthew Arnatt, genannt Matty. Ein liebenswerter Kerl und ein ebenso unerlässlicher Partner wie später Watson. Denn Matty verfügt über die Art von Wissen, die man nur auf der Straße lernt – und die den beiden manches Mal das Leben rettet. Mir gefällt, dass Lane hier den Bogen schlägt zu den Baker Street Irregulars: In den Originalgeschichten beschäftigt Holmes ein Obdachlosennetzwerk, das für ihn Informationen beschafft, die nur auf der Straße zu bekommen sind. Lanes junger Sherlock, bisher behütet in gutem Hause aufgewachsen, lernt erst durch Matty den Wert von jenem Wissen, das durch keine Wissenschaft erfasst wird.

Schon in den Originalgeschichten verkörpert Watson ein wenig uns alle: Der Durchschnittsmensch, der in der richtigen Gesellschaft durchaus als intelligent durchgehen würde, neben Holmes jedoch völlig ahnungslos wirkt. Jamie Watson ist genau das und darüber hinaus sogar noch mehr wie wir: Er ist nämlich ein riesen Holmes-Fan. Natürlich ist er mit den Abenteuern seines Vorfahren an der Seite des Meisterdetektivs aufgewachsen und bewundert sämtliche Mitglieder der Familie Holmes. Als dann ausgerechnet in dem Internat ein Mord geschieht, in dem er und Charlotte Holmes zum ersten Mal im Leben aufeinandertreffen, steht für ihn fest: Sie müssen zusammen den Fall lösen und er schreibt das Ganze auf. Ein waschechter Watson eben. Sein Erzählstil sprüht geradezu vor Humor und Abenteuerlust, dass ich das Buch auch ohne spannenden Fall nicht aus der Hand gelegt hätte. Man spürt seine Faszination für Charlotte, aber auch seine Frustration darüber, nie ganz an sie heranzukommen.

Vielleicht war Charlotte Holmes noch keine Meisterdetektivin; vielleicht war ich noch kein großartiger Geschichtenerzähler. Sie war nicht Sherlock Holmes und ich nicht John Watson. […] Dafür hatten wir ein paar Dinge, die sie nicht gehabt hatten. Zum Beispiel Strom und Kühlschränke. Und Mario Kart.

(Brittany Cavallaro: Holmes & Ich. Die Morde von Sherringford. dtv 2017, S.358)

 

Die Familie Holmes

Über die Familie Holmes verrät uns Doyles Werk nur sehr wenig. Lediglich Sherlocks älterer Bruder, Mycroft, tritt in wenigen Kurzgeschichten auf. Er ist beinahe noch intelligenter als Sherlock und hat es so geschafft, sich in der britischen Regierung als unersetzlich zu etablieren. Mit den Hauptfiguren im Jugendalter ändert sich das. Obwohl weder der junge Sherlock noch Charlotte in ihrem jeweils ersten Band in ihrem Zuhause auftreten, spielt die Familie dennoch eine größere Rolle.

Zu Beginn von Der Tod liegt in der Luft bekommt man als Leser schon eine Ahnung über die Lebensumstände des jungen Sherlock. Von einem Familiensitz ist die Rede und das Jungeninternat, das Sherlock besucht, scheint durchaus angesehen zu sein. Dennoch wird er mit seinem ramponierten Koffer als einer der ärmlicheren Jungen dort inszeniert. Entweder die Holmes interessieren sich nicht für derartige Äußerlichkeiten, oder es mangelt ihnen an Geld. Desinteresse scheint tatsächlich das passende Stichwort zu sein. Denn auch hier tritt aus der näheren Familie lediglich Mycroft persönlich auf. Deutlich älter als Sherlock arbeitet er bereits für die britische Regierung und daran, seinen Leibesumfang stetig zu vergrößern. Ein Mycroft, wie wir ihn also auch aus den Originalgeschichten kennen. Der Vater hingegen ist beim Militär, die Mutter gesundheitlich angeschlagen. Beiden ist es daher nicht möglich, ihren jüngsten Sohn über die Ferien nach Hause zu nehmen. Auch über Briefe nehmen sie keinen Kontakt auf. So bleibt die Familie Holmes letztlich doch ein Mysterium. Absichtlich, wie ich annehme. Selbst Onkel und Tante, bei denen Sherlock den Sommer verbringt, bleiben blasse Randfiguren. Und eine gewisse Charlotte, die an einer Stelle erwähnt wird, soll wohl das Interesse der Leser wecken. Dass es sich dabei um eine Schwester handeln könnte, ist auch nur eine Vermutung meinerseits.

Charlottes Familie ist so exzentrisch, wie man es sich von einem Holmes nur erhoffen kann. Emotional eher distanziert, unterstützen sie ihre Sprösslinge, wie sie es am besten wissen: Mit musikalischer, wissenschaftlicher und natürlich detektivischer Früherziehung. Scheinbar ziemlich reich, scheuen sie keine finanziellen Mühen bei der Ausbildung ihrer Kinder. Wer als Holmes geboren wird, wird auch als Holmes herangezogen. Auch wenn sie nie persönlich auftreten, sind Charlottes Eltern doch eine stetige Präsenz im Hintergrund. Sie mischen sich in die Geschehen an der Schule ein oder versuchen durch Verbote der Drogensucht ihrer Tochter Herr zu werden. In Person tritt nur – Überraschung, wer hätte es gedacht! – Charlottes älterer Bruder Milo auf. Ein Nerd, in einer nicht näher bestimmten Position, die ihm jedoch erlaubt, über ein eigenes Agententeam zu verfügen. Eine gelungene Modernisierung des Mycroft Holmes. Und eine sympathische noch dazu. Wie schon Charlotte ist Milo nahbarer als sein Doylesches Vorbild. Besonders die Geschwisterrivalität, liebevoll im Intelligenzkamp ausgetragen, hat mir sehr viel Spaß gemacht.

 

Das Setting

Jeder Leser der Originalgeschichten kennt diese Szenen: Bei einem prasselnden Kaminfeuer in 221B Baker Street warten Holmes und Watson auf neue Klienten. In einer Droschke rasen sie durch Londons vernebelte Straßen, um jemanden zu retten oder zu Fall zu bringen. Die Stadt ist Ausgangspunkt und häufig auch Mittelpunkt fast aller von Doyles Geschichten. Sherlock Holmes ist untrennbar mit London verbunden. Eigentlich. Denn sowohl Lane als auch Cavallaro wählen für den Beginn ihrer jeweiligen Reihe ein anderes Setting. Der junge Sherlock ermittelt immerhin auf dem englischen Land und unternimmt sogar seine erste Reise nach London. Hingegen wird Charlotte sogar über den großen Teich hinweg an die amerikanische Ostküste versetzt. Aber keine Sorge! Sie als auch Jamie sind natürlich waschechte Briten, die ihre Heimat London mindestens so sehr vermissen wie wir Leser.

Ich weiß, dass in beiden Reihen die Schauplätze in den weiteren Bänden wechseln und unsere jungen Helden Abenteuer in ganz Europa oder sogar rund um den Globus erleben. Grundsätzlich funktionieren die Geschichten fernab von London überraschend gut. Darüber hinaus bringen die wechselnden Schauplätze Abwechslung und im Fall von Young Sherlock sogar eine Portion Exotik. Dennoch finde ich es schade, dass London scheinbar so völlig übergangen wird.

 

Die Story

Leider muss ich sagen, dass Der Tod liegt in der Luft am Ende auf mich dann doch wirkte wie eine Jugendkriminalgeschichte, in der ein Junge ermittelt, der zufällig Sherlock Holmes heißt. (Stellenweise fühlte ich mich merkwürdig an die Alex Rider Reihe erinnert, in der ein Teenager für das MI5 ermittelt). Mycroft taucht zu kurz auf, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. So gibt es zu den Originalgeschichten lediglich Sherlock selbst als Verbindung. Und der ist wie schon erwähnt noch sehr weit entfernt von dem Detektiv, den wir kennen und lieben. Der Fall selbst ist ziemlich skurril. Allerdings stellt sogar Sherlock fest, dass der fiese Plan seines Gegners recht weit hergeholt ist. Dabei ist sehr schnell klar, wer hier der Bösewicht ist. Zu klären bleibt im Verlauf der Handlung nur, was genau sein Plan ist. Vielleicht fühlte ich mich auch gerade deshalb so sehr an die Alex Rider Romane erinnert, die der gleichen Struktur folgen. Insgesamt war die Story durchaus spannend, doch mir hat gefehlt, selbst mit raten zu können. Wie schon angedeutet ist der Fall so skurril, dass einen die eigene detektivische Kombinationsgabe nicht weit bringt.

Hingegen hat Cavallaro nicht mit ihrer Figurenzeichnung eine wunderbare Hommage an die Originale geschaffen. Auch der Fall nimmt immer wieder auf kreative Weise Bezug zu Doyles Werk. Zu klären gilt hier, wer hinter den fiesen Morden steckt. Dabei gibt es natürlich eine Menge Verdächtiger, unfähige Polizeibeamte und manipulierte Beweise. Clevere Wendungen, die auch Charlotte und Jamie nicht immer im besten Licht dastehen lassen, haben diese Story für mich zu einem richtigen Pageturner werden lassen.

 

Die Inspiration

In seinem Nachwort erwähnt Lane, dass er Zeitangaben und Jahreszahlen aus Sherlock Holmes – A Biography of the World’s First Consulting Detektive von William S. Baring-Gould übernommen habe. Auch Cavallaro nennt das Werk (sie verwendet allerdings den Titel Sherlock Holmes of Baker Street) als Inspirationsquelle, neben New Annotated Sherlock Holmes von Leslie Klinger. Ich glaube, ich muss mir Baring-Goulds fiktionale Biografie auch mal zulegen. Obwohl er sehr frei mit Doyles Angaben zu Holmes Leben umgeht, ist sein Werk inzwischen ein richtiger Klassiker geworden.

Abgesehen von den genannten Inspirationsquellen fühlte ich mich bei Holmes & Ich häufiger stark an die BBC Serie Sherlock erinnert. Vielleicht, weil beide Adaptionen dem Stoff einen modernen Anstrich verpassen, indem sie die Handlung in unsere Zeit verlegen. Doch schon allein wie Charlottes Mantel auf dem Cover weht, erinnert stark an Sherlock auf dem Krankenhausdach. Auch in ihrem Geplänkel mit Milo fühlte ich mich häufig an das Verhältnis der BBC-Holmes-Brüder zueinander erinnert.

 

Weitere Fälle warten!

Es war zu Beginn des Beitrags nicht meine Absicht, die beiden Jugendromane gegeneinander antreten zu lassen. Dennoch hat der direkte Vergleich mein Gefühl nach dem Lesen nochmal bestätigt. Von Holmes & Ich war ich hellauf begeistert. (So übrigens auch Sabine, die schon 2017 ihre Rezension zum ersten Band auf ihrem Blog veröffentlicht hat). Young Sherlock hatte schlichtweg das Pech, dass die Messlatte danach sehr hoch lag. Im Grunde war der erste Band dadurch schon dazu verdammt, in meinen Augen nur Mittelmäßigkeit zu erreichen. Vielleicht gebe ich den weiteren Bänden noch eine Chance, um zu sehen, ob sich Sherlock und mit ihm die gesamte Reihe noch weiter zu dem Holmes entwickelt, den wir dank Doyle so sehr lieben. Aber definitiv erst, wenn ich mich durch die gesamte Holmes & Ich Reihe gelesen habe. Denn hier kann ich kaum erwarten, die Figuren auf ihrem nächsten Abenteuer zu begleiten.

Insgesamt hat der Sprung ins Jugendbuchgenre überraschend gut funktioniert. Bei beiden Romanen hatte ich das Gefühl, dass die Autoren wahre Sherlockianer sind und es schaffen, ihre Begeisterung in ihre Geschichten zu legen. Sie haben damit wunderbare Einstiegsmöglichkeiten für (junge) Leser geschaffen, die sich noch nicht an die Klassiker heranwagen. Doch selbst eingefleischte Sherlockfans, die sich auch außerhalb des Kanons bewegen, finden hier Geschichten, die dem Meisterdetektiv einen neuen und/oder modernen Twist geben.

Kennt ihr die Reihen schon? Oder andere Pastiches? Konnten sie euch überzeugen? Erzählt von euren Erfahrungen in den Kommentaren oder in den Social Media unter #bakerstreetblogs.

 

2 Kommentare

  • Karo

    Liebe Sabrina,
    vielen Dank für diesen tollen Artikel und die Bereicherung für die #bakerstreetblogs 🙂 YA ist zwar momentan nicht so mein Genre, aber dein Artikel hat mich doch ein wenig neugierig gemacht. Wenn ich so darüber nachdenke, hab ich noch gar nichts sherlockiges aus dem YA-Genre gelesen. Das sollte ich vielleicht mal nachholen!
    Liebe Grüße
    Karo

    • Sabrina

      Liebe Karo,

      das solltest du auf jeden Fall mal nachholen! Freut mich, dass ich dich neugierig machen konnte. Ich verirre mich auch eher selten ins YA-Genre. Die beiden Bände waren mich eher zufällig bei Buchflohmarkt u.ä. in die Hände gefallen.

      Liebe Grüße
      Sabrina

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