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Personalisierte Romane

Zu meinem Geburtstag habe ich ein ziemlich cooles Geschenk bekommen: einen personalisierten Roman.
Meine erste Reaktion, als ich das Cover von Schön, Klug, Bewaffnet von Nike Miller sah, war eher verhalten – der Titel klang alles andere als vielversprechend … Aber der Verlag PersonalNOVEL hat mich stutzig gemacht, ich begann hektisch zu blättern und tatsächlich: Gleich auf der ersten Seite entdeckte ich meinen Namen und bald darauf auch einige Freunde und Verwandte.

Wer das Prinzip nicht kennt:
Es gibt Verlage, die Bücher anbieten, deren Charaktere man selbst besetzen kann. Man gibt die gewünschten Namen für Titelhelden und Nebenrollen ein, ergänzt wenn nötig körperliche Eigenschaften wie Haar- oder Augenfarbe und der Verlag ersetzt diese Angaben im vorgegebenen Text.
Man darf natürlich kein literarisches Meisterwerk erwarten. Vor allem die Charaktere erhalten ihre Komplexität nicht durch die Handlung, sondern indem man sie mit den realen Personen ausfüllt, die hinter den Namen stecken. Denn darin liegt der Charme dieser Bücher.

Mein Buch haben mir meine zwei besten Freundinnen geschenkt. Und ihre Auswahl der Namen für die Charaktere war einfach großartig: Neben uns dreien begegneten mir beim Lesen weitere Freunde, Verwandte, ehemalige Lehrer und die ein oder andere Romanfigur durfte natürlich auch nicht fehlen. Es war jedes Mal sehr lustig, auf einen neuen Namen zu stoßen! Manchmal passte es fast erschreckend perfekt zusammen und dann wieder war die Vorstellung einer Person als dieser oder jener Charakter völlig absurd (mein Lieblingsbild ist noch immer Jace aus den Chroniken der Unterwelt im Hawaiihemd).

Ein personalisierter Roman ist auf jeden Fall ein ziemlich cooles Geschenk, an dem sicher jeder seine Freude hat!

Am Ende noch ein kleiner Wunsch an die Verlagswelt:
Ich weiß, es wird aus rechtlichen Gründen etc. vermutlich nie dazu kommen, aber mein Traum wären teilweise personalisierte Bücher mit bekannten Lieblingshelden. Wenn die Titelhelden wie zum Beispiel Die fünf Freunde, Harry Potter oder der Doctor (die Liste könnte ich noch unendlich weiter führen … ) festgelegt sind und man als Nebencharakter auftaucht und ein Abenteuer mit ihnen erlebt – das würde sicher nicht nur mich glücklich machen.

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