Film,  Filmrezension

Passengers

In der Zukunft ist das Umsiedeln auf fremde Planeten möglich und so befinden sich 5000 Passagiere an Bord des Raumschiffs Avalon, um in der Kolonie Homestead II eine neue Heimat zu finden. Die Reise dauert 120 Jahre und damit diese Zeit spurlos an ihnen vorbeigeht, wurden alle Menschen an Bord zu Beginn der Reise in einen so genannten Hyperschlaf versetzt. Doch zwei der Passagiere, Jim Preston (Chris Pratt) und Aurora Lane (Jennifer Lawrence), wachen rund 90 Jahre zu früh auf. Zunächst ist ihre einzige Sorge, nicht wieder in den Hyperschlaf gelangen zu können. Doch dann beobachten sie immer mehr technische Ausfälle des Raumschiffs und ihnen wird klar, dass alle sich an Bord der Avalon befindenden Menschen in Lebensgefahr schweben.

 

Das beste am Film sind die Darsteller

Der Trailer hatte mich wirklich neugierig gemacht: Warum sind Jim und Aurora zu früh aufgewacht? Manipulation? Sollte das Raumschiff etwa sein Ziel nie erreichen? Allein um die Antworten auf diese Fragen zu bekommen wollte ich den Film unbedingt sehen. Mein Eindruck hinterher war eher mittelmäßig. Beeindruckend waren auf jeden Fall die Bilder. Die unendlichen Tiefen des Universums, mit seinen Sternen und Galaxien und mitten darin die abenteuerliche Konstruktion der Avalon, die sich langsam ihren Weg bahnt. Diese Bilder sollte man definitiv auf der großen Leinwand genießen!

Jennifer Lawrence und Chris Pratt in Passengers
© 2016 Columbia Pictures Industries, Inc., LSC Film Corporation, Village Roadshow Films Global Inc. and Wanda Culture Holding Co. Limited. All Rights Reserved.

Den größten Raum der Handlung nimmt das Hadern Jims und Auroras mit ihrem Schicksal ein: Das verzweifelte Suchen nach einem Ausweg, einer Möglichkeit, wieder einzuschlafen, die Angst vor dem alleine sein, aber auch die Faszination für das Universum, das an ihnen vorbei zieht und das gegenseitige Kennenlernen. Es ist immer schwierig, wenn es kaum oder sogar keine Nebenfiguren gibt, die eine Handlung mit tragen, doch Jennifer Lawrence und Chris Pratt haben bewiesen, was sie können: Egal ob lustige Szenen wie ein Dancebattle, Actionszenen oder bewegende Szenen voller Melancholie und Drama – ich habe ihnen alles geglaubt und ihre Darbietung zu jedem Zeitpunkt genossen. Zum Glück, denn nur den beiden ist es zu verdanken, dass der Film zu keiner Enttäuschung wurde. Denn handlungstechnisch wird er leider gegen Ende ziemlich schwach. Vielleicht waren meine Erwartungen zu hoch, doch ausgehend vom Trailer hätte ich mir vom Höhepunkt des Films deutlich mehr erwartet. Die Stärke des Films liegt eindeutig in seinen ersten zwei Dritteln.

 

Ein Film für die Leinwand

Für mich ist Passengers kein Film, den man auf keinen Fall verpassen darf. Aber er hat seine Momente, in denen er durchaus sehenswert ist. Wer sich überlegt, diesen Film anzuschauen, sollte das definitiv im Kino tun, denn die großartigen Eindrücke vom Universum gehören auf die große Leinwand und nicht in einen Fernseher. Ob 3D wirklich nötig ist, wage ich zu bezweifeln. Während ich das gewisse Extra, das 3D bietet bei Doctor Strange beispielsweise auf keinen Fall hätte missen wollen, wurden bei Passengers die Möglichkeiten dieser Technik nicht ganz ausgereizt, sodass man sich meiner Ansicht nach den Aufpreis auch sparen kann.

 

Passengers TITEL Passengers
REGIE Morten Tyldum
DREHBUCH Stephen Hamel, Michael Maher
LAUFZEIT 116 min
JAHR 2016
Copyright Poster: © Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH 2016

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