Lesechallenges,  Literatur

Mein Jahr 2019 in Büchern

Rückblickend war mein Lesejahr etwas lau. Ich war wirklich froh, meine Titel auf Goodreads gespeichert zu haben, sonst hätte ich mich an die meisten wohl nicht mehr erinnert. Weder hatte ich besondere Highlights, noch herausragende Enttäuschungen. Mein Ziel von 30 Büchern habe ich nur dank Hörbüchern erreicht (und leicht übertroffen), aber ist ja völlig legitim. Insgesamt liege ich damit bei einem ähnlichen Bücherpensum wie auch schon die letzten Jahre.

 

Das Ende vom Studium und Zukunftsaussichten

Obwohl ich „nur“ 6 Monate an meiner Masterarbeit geschrieben habe, fühlt es sich rückblickend so an, als hätte sie das gesamte Jahr beherrscht. (Inklusive Themenfindung und Vorbereitung und mündlicher Prüfung ist da vermutlich auch was dran). Ich habe zu Jugend ohne Gott geschrieben und ich kann ehrlich nicht mehr sagen, wie oft ich in der Zeit dieses Büchlein gelesen habe. Zu oft auf jeden Fall, als dass ich es in absehbarer Zeit mal wieder in die Hand nehmen würde. Dazu noch die ganzen Fachtexte und schon hatte ich eine ziemliche Leseflaute (und Blogflaute). Eine völlig neue Erfahrung war außerdem, meine eigene Arbeit (als Vorbereitung für die Mündliche) nach einiger Zeit nochmal zu lesen. Sehr merkwürdig. Steigert übrigens die Fähigkeit, Fehler zu finden, um gefühlt 300%.

Damit ist mein Studium offiziell abgeschlossen. Oder eher halboffiziell, denn ich warte noch auf mein Zeugnis. Auf alle Fälle starte ich im Januar ins Berufsleben und freue mich schon sehr. Es wird sich zeigen, ob und inwiefern sich die Veränderung auf den Blog auswirkt. Vorerst habe ich aber schon einige Beiträge geplant (zumindest in meinem Kopf), es wird also hier nicht still bleiben.

 

#WirlesenFrauen

Im März startete die Aktion #WirlesenFrauen, um mehr Aufmerksamkeit auf weibliche Stimmen in der Literatur zu lenken. Ich habe an der Aktion nicht bewusst teilgenommen. Allerdings habe ich jetzt am Ende des Jahres einen „Kassensturz“ gemacht, wie ich denn trotzdem bei der Lesechallenge abschneide. Die einzelnen Titel habe ich gesondert auf einer Seite zu Wir lesen Frauen aufgeführt. Auch in Zukunft möchte ich damit etwas im Blick behalten, wie meine Jahreslektüre aus feministischer Sicht so abschneidet.

 

Mehr: Klassiker, Feminismus, Rassismus

Mein Lesejahr 2018 war bestimmt durch Klassiker und Bücher zu Feminismus und Rassismus. Meine Interessen haben sich auch 2019 in der Hinsicht nicht stark verändert. Allerdings habe ich die Kategorien mehr vermischt. Ich habe mir gezielt Klassiker der Belletristik herausgepickt, die Rassismus behandeln oder einen feministischen Grundgedanken haben. Da waren natürlich Onkel Toms Hütte und Wer die Nachtigall stört dabei. Müsste ich einen Jahres-Flop bestimmen, so wäre das eindeutig Onkel Toms Hütte. Beinahe faszinierend, wie ein Buch, das angeblich zur Abschaffung der Sklaverei in Amerika beigetragen haben soll, aus heutiger Sicht eine eindeutig rassistische Sichtweise vertritt. Außerdem habe ich endlich The Handmaid’s Tale gelesen. Ein richtig gutes, aber auch belastendes Buch, nachdem ich erstmal eine Pause zur Fortsetzung gebraucht habe. Die lese ich aber sicher in 2020. Pünktlich zur Kinoverfilmung mit Saoirse Ronan und Emma Watson habe ich im Dezember Little Women beendet. Eine süße, ‚cozy‘ Familiengeschichte, die mir richtig Lust auf den Film gemacht hat.

 

9 in 2019

Im Januar hatte ich 9 Bücher festgelegt, die ich Laufe des Jahres lesen wollte. Das hat eher mittelmäßig geklappt. Anfangs fiel es mir noch leicht, die Titel zu integrieren. Später hatte ich dann einfach auf andere Bücher mehr Lust und so sind fast die Hälfte der Titel übriggeblieben. (Kommt jetzt irgendwie darauf an, wie man die angefangenen Titel zählen will). Damit kann ich die Idee vermutlich als gescheitert betrachten. Trotzdem überlege ich mir schon, welche Titel ich mir für 2020 aus meinem SuB herauspicken möchte.

Von Mr. Holmes zu Sherlock von Mattias Boström, Matilda von Roald Dahl, Dunkelgrün fast Schwarz von Mareike Fallwickl, Schnee auf dem Kilimandscharo von Ernest Hemingway, Ein irischer Dorfpolizist von Graham Norton, Wer die Nachtigall stört von Harper Lee, Shutter Island von Dennis Lehane, Der Glöckner von Notre Dame von Victor Hugo, Notes on a Nervous Planet von MAtt Haig
Meine 9 in 2019
Die Übriggebliebenen

Zumindest angefangen hatte ich mit Schnee auf dem Kilimandscharo und Von Mr. Holmes zu Sherlock. Vielleicht liegt es an Hemingways Schreibstil oder daran, dass ich grundsätzlich nicht viel mit Kurzgeschichten anfangen kann – aber Schnee auf dem Kilimandscharo liegt seit Ende Januar halbgelesen bei mir herum. Und ich könnte beim besten Willen nicht sagen, worum es in den Geschichten der ersten Hälfte ging. Ziemlich unwahrscheinlich, dass ich es jemals beende. Deutlich besser stehen die Chancen für den Abriss der Entwicklung von Sherlock Holmes. Hier hat mir die erste Hälfte sehr gut gefallen.

Überhaupt nicht angerührt habe ich Dunkelgrün fast Schwarz, Shutter Island und Der Glöckner von Notre Dame. Bei letzterem freue ich mich fast schon, dass die Lektüre jetzt in das neue Jahr rutscht, denn wenn alles klappt fahre ich 2020 endlich nach Paris und dann passt das natürlich perfekt. Zu Shutter Island bin ich Anfang des Jahres gespoilert worden und habe dadurch etwas die Lust daran verloren. Es klingt zwar trotzdem nach einer super Geschichte, aber wenn ich jetzt lange genug warte, vergesse ich vielleicht den Spoiler wieder? (Unwahrscheinlich, aber man kann ja mal hoffen). Warum Dunkelgrün fast Schwarz noch immer ungelesen hier herum steht kann ich mir kaum erklären. Schon so viele haben von diesem Roman geschwärmt und ich bin echt gespannt.

 

Das waren meine Bücher 2019

  1. Andy Lane: Young Sherlock Holmes. Der Tod liegt in der Luft
  2. Christopher Paolini: Die Gabel, die Hexe und der Wurm
  3. Matt Haig: Notes on a Nervous Planet
  4. Ödön von Horváth: Jugend ohne Gott
  5. Graham Norton: Ein irischer Dorfpolozist
  6. Anne Frank: Tagebuch
  7. Roald Dahl: Matilda
  8. Harriet Beecher Stowe: Onkel Toms Hütte
  9. Roxane Gay: Bad Feminist
  10. Harper Lee: Wer die Nachtigall stört
  11. Margaret Atwood: The Handmaid’s Tale
  12. Brittany Cavallaro: Holmes & Ich. Unter Verrätern
  13. Maria Ehrich: Leaving the Frame
  14. Michael Ende: Die unendliche Geschichte
  15. Newt Scamander: Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind
  16. Matt Haig: A Boy Called Christmas
  17. Rachel Winters: Happy End für Zwei
  18. Louisa May Alcott: Little Women
  19. (Mattias Boström: Von Mr Holmes zu Sherlock) [begonnen]
  20. Lin-Manuel Miranda, Jeremy McCarter: Hamilton. The Revolution) [begonnen]
  21. Ernest Hemingway: Schnee auf dem Kilimandscharo) [begonnen]

 

Hörbücher

Anfang des Jahres habe ich einen Beitrag zu meinen Lesegewohnheiten geschrieben. Schon da hatte ich erwähnt, dass ich ab und zu mal zu einem Hörbuch greife. Seitdem habe ich für meine Verhältnisse extrem viele Hörbücher gehört. Zum ersten Mal machen Audio-Bücher rund ein Drittel der Buchtitel im Jahresrückblick aus. Grund dafür ist, dass ich mir endlich die Primemitgliedschaft bei einem gewissen Musik-Streamingdienst gegönnt habe und jetzt auch unterwegs Hörbücher hören kann: In Bahn und Bus, beim Einkaufen, beim Kochen – ich habe gemerkt, dass sich Hörbücher teilweise viel leichter als Texte in den Alltag integrieren lassen.

  1. Marc-Uwe Kling: Die Känguru-Chroniken
  2. Ryder Carroll: die Bullet-Journal-Methode
  3. Sherlock & Watson – Neues aus der Bakerstreet, 1-5
  4. Julie Caplin: Das kleine Café in Kopenhagen
  5. Julie Caplin: Die kleine Bäckerei in Brooklyn
  6. Bakerstreet Blogs, Folge 1&2
  7. Celeste Ng: Kleine Feuer überall
  8. Antoine de Saint-Exupéry: Der kleine Prinz
  9. Matt Haig: The Possession of Mr Cave
  10. Marc-Uwe Kling: Das Känguru-Manifest
  11. Matt Haig: Father Christmas and Me

 

Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Privacy policy

*

Ich stimme der Datenspeicherung zu