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Hamburg erkunden #3: Meine 3 liebsten Fotomotive

Im Juni und Juli diesen Jahres hat es mich aus meiner Heimat, dem Schwabenland, in den Norden verschlagen. Wegen eines Praktikums bin ich für zwei Monate nach Hamburg gezogen. Eine Stadt, die ich davor noch nicht kannte. Es war eine aufregende Zeit für mich, in der ich viel entdeckt, erlebt und gelernt habe.

Ich habe schon immer gerne fotografiert, hatte aber bis vor einem guten Jahr immer nur Kompaktkameras mit wenig Funktionen. Das heißt, ich lerne noch, Blende, Belichtungszeit & Co. richtig einzustellen. Wenn es schnell gehen muss, sind dann oft der Automatikmodus oder zumindest halbautomatische Modi die sichere Variante. Als ich in Hamburg war, bin ich oft auch allein durch die Stadt gestreift oder war mit sehr geduldigen Menschen unterwegs. So hatte ich Zeit, herumzuprobieren und dazuzulernen. Hamburg bietet natürlich viele tolle Orte, aber drei davon haben mich fototechnisch am meisten angesprochen.

Übrigens: Keines der Bilder in diesem Beitrag wurde am Computer nachbearbeitet.

 

Alter Elbtunnel

Im Alten Elbtunnel einmal unter der Elbe hindurch zu spazieren ist sowieso ein Must-Do für Touristen. Doch auch als Fotomotiv ist die Röhre ziemlich cool. Vor allem zum Spielen mit Perspektiven lädt sie förmlich ein. Die beste Perspektive hat man definitiv in der Mitte der Fahrbahn. Aber Vorsicht: Dafür riskiert man durchaus, von Radfahrern angefahren zu werden. Daher auf keinen Fall an Werktagen vorbei gehen, wenn sogar Autos im Tunnel unterwegs sind. Zwischen den Radfahrern und anderen Passanten, die ich nicht prominent im Bild haben wollte, war es gar nicht so einfach, einen guten Moment für ein Bild zu erwischen. Viel Zeit zum Ausprobieren blieb also leider nicht. Aber wer etwas Geduld mitbringt und talentiert darin ist, spontan zur Seite zu springen, findet im Alten Elbtunnel eine ungewöhnliche und ziemlich coole Location für eine Fotosession.

 

Aussichtsplattform des Michel

Kameras bieten immer mehr Kreativmodi an. Während ich die meisten davon ablehne, weil sie einen ähnlichen Effekt wie ein schlechter Instagram Filter haben, wollte ich einen schon immer mal ausprobieren: Diorama. Diorama bezeichnet eigentlich Schaukästen, in denen häufig Miniaturwelten ausgestellt sind. Der Kreativmodus beim Fotografieren hat einen ganz ähnlichen Effekt: Er lässt das Motiv wie Spielzeug aussehen. Ich habe das Gefühl, dass der Effekt am besten aussieht, wenn man aus einer großen Höhe fotografiert und dafür war die Aussichtsplattform des Hamburger Michel perfekt. 

Ich muss sagen, ich bin total begeistert. So eindrucksvoll der Blick über eine Großstadt auch ist, Fotos davon sehen meist eher langweilig aus. Mit dem Spielzeugeffekt finde ich, sieht Hamburg von oben gleich noch viel cooler aus. Beim Anschauen der Bilder fühle ich mich jedes Mal an eine Stelle aus Margos Spuren erinnert:

Wo die Häuser alle immer noch neu und wie Plastik aussahen, eine Spielzeugstadt, die von Tausenden von echten Menschen bewohnt wurde.

(John Green: Margos Spuren. dtv 2011)

 

Wasserschloss in der Speicherstadt

Vom Wasserschloss in der Speicherstadt hatte ich vor meiner Zeit in Hamburg schon fast so viele Bilder gesehen wie von der Elbphilharmonie. Es ist eines der beliebtesten Fotomotive der Stadt. Und das zurecht. Die Speicherstadt hatte es mir sowieso angetan und dann spaltet sich auch noch ein Kanal an diesem malerischen kleinen Teehaus. Was tagsüber bereits zum Verweilen einlädt, wird bei Dämmerung (ich sage nur: blaue Stunde!) ein absolutes Highlight. Zusammen mit einer Freundin bin ich extra zum Fotografieren hingefahren und wir waren bei weitem nicht die einzigen. Die Brücke, von der aus man den besten Blick hat, war gesäumt von Kamerastativen.

Perfekt zum Üben für Hobbyfotografen

In den letzten Monaten habe ich immer besser kapiert, wie Blende und Verschlusszeit zusammenhängen. Das Wasserschloss war das perfekte Motiv, mein erlangtes Halbwissen auf die Probe zu stellen. Dieses Motiv macht einfach so viel aus: Es gilt, die warmen Lichter richtig einzufangen, dem Himmel seine tiefblaue Farbe (hier eher lila) zu geben und das Wasser verschwimmen zu lassen. Ich habe ewig herum- und ausprobiert, bis ich mit meinem Ergebnis zufrieden war.

 

Immer einen Besuch wert

Natürlich lohnt sich der Besuch der vorgestellten Orte auch ohne Kamera. Darum habe ich alle drei bereits in meinem Beitrag zu den 10 schönsten Sehenswürdigkeiten in Hamburg vorgestellt. Dort findet ihr auch jeweils die genaue Adresse und Bahnhaltestelle, damit bei eurem eigenen Trip nichts schief gehen kann.


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2 Kommentare

  • Janika

    Liebe Sabrina,
    das sind wirklich tolle Fotos! Da muss man auch wirklich kein bisschen mehr nachbearbeiten und ich bin mir sicher, mit der Zeit gehen dir die Einstellungen noch leichter von der Hand.
    Hach, Hamburg. Ich liebe diese Stadt!
    Alles Liebe,
    Janika

    • Sabrina

      Liebe Janika,

      vielen Dank für dein liebes Kompliment zu meinen Fotos 🙂
      Ich bin auch sehr verliebt in Hamburg und merke mit jedem Beitrag, wie sehr ich die Stadt vermisse.

      Liebe Grüße
      Sabrina

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