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Freitags-Favoriten | TV Serien

Mit TV Serien verbindet mich etwas, dass sich wohl am ehesten mit Hassliebe umschreiben lässt. Ich weiß schon gar nicht mehr, welche Serien ich mir im Laufe der Jahre alle mit Begeisterung rein gezogen habe, bis der Punkt erreicht war, an dem sie einfach nicht mehr zum Aushalten waren. Entweder, weil ich herausgewachsen war (Die Kinder vom Alstertal) oder die Macher den Punkt verpasst haben, an dem sie hätten aufhören sollen (Grey’s Anatomy) – oder beides (Vampire Diaries).

Zum Glück gibt es ein paar Serien, die den kritischen Punkt bei mir nie erreicht haben. Oder eben zur Zeit bei mir hoch im Kurs stehen. Als meine heutigen Freitags-Favoriten möchte ich euch meine derzeitigen liebsten TV Serien vorstellen.

 

Doctor’s Diary – Männer sind die beste Medizin

Der Beweis, dass auch deutsches TV richtig gut sein kann! Seit 2009 steht die Serie rund um die leicht übergewichtige Assistenzärztin Gretchen Haase (Diana Amft) und ihre Männerprobleme (insbesondere mit Oberarzt Marc Meier, gespielt von Florian David Fitz) ungeschlagen auf Platz 1 meiner Lieblingsserien. An dieser Serie stimmt einfach alles: Die Hauptcharaktere sind eine sympathische Mischung aus „Göttern in weiß“ und privaten Problemen. Die Handlung ist flott, mit der richtigen Portion Drama, Chaos und Humor. Egal ob geistreiche Wortwitze oder absurde Situationskomik – in Sachen Humor kommt an Doctor’s Diary wenig heran. Das Ende der Serie nach drei Staffeln und 24 Folgen war schade, kam aber genau zum richtigen Zeitpunkt. Hier wurde tatsächlich aufgehört, als die Qualität noch hoch war und die Handlung zu Ende erzählt.
Da mich Gretchen Haase, Marc Meier und Co. nun schon so lange begleiten, ist es immer wie nachhause kommen, wenn die Titelmelodie ertönt. Egal ob Prüfungsstress oder einfach nur ein mieser Tag – Doctor’s Diary ist für mich die beste Medizin gegen schlechte Laune.

gesehen: Staffeln 1-3 von 3

 

Sherlock

Nachdem ich bereits viel Lob über diese Serie gehört hatte waren meine Erwartungen entsprechend hoch – und wurden noch weit übertroffen. Vom ersten Moment an habe ich Sherlock geliebt und jede Folge zweimal gesehen um die Zeit zur Ausstrahlung der nächsten Folge zu überbrücken. Die Abenteuer des Kultdetektivs aus der Bakerstreet und seines treuen Gefährten wurden unzählige Male in Büchern und Filmen neu interpretiert. Aber für mich kommt nichts an das heran, was Steven Moffat und Mark Gatiss geschaffen haben. In jeder Folge beweisen sie aufs neue ihre Liebe und Bewunderung für die Originalgeschichten von Arthur Conan Doyle, jedoch ohne jede Scheu, etwas ganz Eigenes daraus zu machen. Sherlock Holmes in die heutige Zeit zu versetzen zeugt von Mut und Genialität. Genialität, die auch in jeder einzelnen Folge unter Beweis gestellt wird: die Liebe zum Detail, das Tempo, die Dialoge, der Witz, unerwartete Wendungen und Offenbarungen. Sherlock ist eine dieser Serien, die man immer wieder sehen kann und noch immer neue Aspekte entdeckt. Oder man erfreut sich einfach an den großartigen Charakteren, brillant gespielt von allem voran natürlich Benedict Cumberbatch.
Das lange Warten auf neue Folgen treibt Fans verständlicher Weise in den Wahnsinn. Aber man merkt es der Qualität der Serie deutlich an, dass viel Zeit in die Vorbereitung investiert wird und hochkarätige Schauspieler, die eben wenig Zeit haben, am Werk sind.

gesehen: Staffeln 1-3 (+Sonderfolgen) von aktuell 3

 

Doctor Who

Es ist DIE Kult-Science-Fiction-Serie aus Großbritannien! Auf Doctor Who kam ich durch meine Liebe zu allem Britischen und der Empfehlung einer Freundin – ohne zu wissen, worauf ich mich da einließ. Der Doktor, der in seiner blauen Notrufzelle, der Tardis, durch Zeit und Raum reist und wiederholt das Universum rettet, hat mich vom ersten Moment am Haken gehabt. Und dabei kann ich Filme mit Aliens nicht ausstehen. Verantwortlich mache ich in erster Linie Matt Smiths Darstellung des Doktors – die einzige, die ich bisher kenne. (Es ist der Story geschuldet, dass der Doktor im Laufe der Serie von verschiedenen Schauspielern gespielt wird. Aktuell ist Peter Capaldi die zwölfte Verkörperung der Kultfigur).
Aber die Serie ist so viel mehr als seine Hauptfigur. Wie kaum ein anderes Format gleicht Doctor Who einer Wundertüte: Wenn man eine Folge einschaltet, kann man nie wissen, was einen erwartet. Die Folge kann total witzig sein oder ergreifend und traurig, spannend und gruselig oder einfach nur total absurd – oft genug auch alles zusammen.

gesehen: Staffeln 5-7 von aktuell 9 der Neuauflage

 

Gilmore Girls

Die Serie rund um das Leben von Lorelai Gilmore (Loren Graiham) und ihrer Tochter Rory (Alexis Bledel) in der amerikanischen Kleinstadt Stars Hollow ist auch schon so etwas wie Kult. Pünktlich bevor Netflix die Serie für ein paar Folgen wieder aufleben lässt werde dann auch ich endlich die alten Folgen aufgeholt haben. Über die letzten Monate wurde Gilmore Girls für mich dies perfekte Wohlfühlserie für den Sonntagabend (Disney Channel sei Dank). Mit Rory konnte ich mich schnell identifizieren: Sie liebt Bücher mindestens genauso sehr wie ich und in ihrem Alltag als Schülerin und später Studentin konnte ich mich wiederfinden. Aber auch die Nebenfiguren bereichern die Serie ungemein. Da ist zum Beispiel Kirk (Sean Gunn), der wohl jeden Job der Welt schon mal gemacht hat. Oder Sooki (Melissa McCarthy), Lorelais beste Freundin und aufgeweckte Köchin im gemeinsamen Hotel.
Die Serie lebt von ihren schnellen Dialogen mit geistreichen Anspielungen auf Literatur, Musik und Politik. Ich muss zugeben, dass diese Anspielungen bei mir oft verloren sind, da ich vielleicht nicht das richtige Alter habe, nicht in Amerika lebe oder einfach nicht versiert genug bin auf dem entsprechenden Gebiet. Dennoch macht die Serie viel Spaß und die Gilmore Girls sind zu einem festen Bestandteil meiner Woche geworden, den ich eigentlich nicht mehr missen will.

gesehen: Staffeln 1-6 von 7

 

Murder in the First

Wer meine Filmbesprechung zur ersten Staffel von Murder in the First gelesen hat, weiß, wie begeistert ich von dieser Serie bin. Es ist jetzt etwas über ein Jahr her, dass ich die Serie gesehen habe und bis heute ist sie meine erste Empfehlung, wenn mich jemand nach einer guten Serie fragt, die nicht so bekannt ist. Indem die ganze Staffel nur von einem einzigen Fall handelt, wird diesem ungewöhnlich viel Platz eingeräumt. Normalerweise ist die Ermittlung und Verhaftung in einer Krimiserie in 30-90 Minuten erledigt. Hier zieht sich durch die gesamte erste Staffel nur eine einzige Frage: Ist das arrogante Computergenie Erich Blunt (Tom Felton) ein Mörder oder nicht? Und wenn ja, wie lässt sich das beweisen? – Die Antwort bleibt spannend bis zum Schluss! Und obwohl ich die Antwort jetzt kenne, habe ich große Lust, die Staffel mal wieder zu sehen.
Einziges Manko: Da ganz klar der Fall und nicht das Ermittlerteam im Vordergrund steht, hat die Serie für mich nach Abschluss des Falls Erich Blunt ihren Reiz verloren. Die erste Folge der zweiten Staffel habe ich zwar noch gesehen, wirklich gepackt hat sie mich aber nicht.

gesehen: Staffel 1 von aktuell 3

 

Was sind Deine liebsten TV Serien? Habst Du Tipps für mich, was mir gefallen könnte? Lass mir ein Kommentar da!


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3 Kommentare

  • schauwerte

    Doctor`s Diary hat schon Spaß gemacht und Elyas M`Barek alsKnechtelsdorfer ist spitze.
    Sherlock ist meine unangefochtene Serien-Nummer eins seit Jahren.
    Ich kann dir Boadchurch ans Herz legen mitDavid Tennant und Olivia Colman. Eine fantastische Krimiserie!

    • SweetlyButton

      Danke für den Tipp 🙂 Broadchurch ist bisher völlig an mir vorbei gegangen aber es sieht sehr vielversprechend aus! Und bei den Darstellern kann es ja nur gut sein. Olivia Colman habe ich vor kurzem erst in The Nightmanager gesehen und fand sie großartig. Und Arthur Darvill habe ich im Trailer glaub auch entdeckt.

  • tyreeez

    Bei doctors diary sprichst du mir aus der Seele. Ich amüsier mich immer köstlich und es wird nie langweilig.
    Bei greys anatomy bin ich immer noch dabei, aber bin jetzt nicht der megafan oder so. Ich frage mich ob und wie das überhaupt mal enden soll.

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