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Cassandra Clare: Chroniken der Unterwelt (Reihe)

Clary hat ihre Mum, ihren besten Freund Simon und ein ganz normales Leben in New York City. Bis sie in einem Club einen Mord beobachtet. Doch das Opfer löst sich einfach in Luft auf die Täter – Jace, Alec und Izzy – kann niemand außer Clary sehen. Bald findet Clary heraus, dass es sich bei dem Trio um Schattenjäger handelt, die die Welt vor Dämonen beschützen und sie steckt da irgendwie mit drin. Immer wieder werden die Jugendlichen mit immer neuen (und alten) Gefahren, Lügen und Intrigen konfrontiert.

 

Meine Gedanken

City of Bones hat mich sofort gefesselt. Die Welt der Schattenjäger ist fremdartig und spannend und das Aufeinanderprallen mit der Welt des heutigen New Yorks hat das Ganze noch interessanter (und witziger) gemacht.

Jace Wayland war vom ersten Moment an mein Lieblingscharakter. Zugegeben, es ist fraglich, ob ich ihn im echten Leben ausstehen könnte aber sein Humor, sein ganzer Charakter wurden für mich schnell zum Highlight der Geschichte. Ohne ihn wäre die Reihe um einiges langweiliger. Und genau darin liegt gegen Ende eines der Probleme: Für die Storyline mag es Sinn machen, dass der Draufgänger, der Einzelkämpfer mit seinen fiesen Sprüchen seine Kanten geschliffen bekommt, aber für mich ging damit einiges von dem verloren, was die Story ausgemacht hat.

Die Bände eins bis drei gingen fast nahtlos ineinander über mit spannenden Fragen und ungelösten Problemen, die mich den nächsten Band kaum erwarten ließen. Bis in City of Glass die Fäden zusammengeführt wurden und alles geklärt zu sein schien. Dementsprechend war meine Überraschung groß, als Band vier angekündigt wurde. Dennoch stürzte ich mich voller Vorfreude darauf – und war extrem enttäuscht. Bei Band fünf und sechs weigerte ich mich, dafür Geld auszugeben und wartete lieber geduldig auf ein Ausleihexemplar meiner Bücherei. Gelesen habe ich sie nur noch, weil ich wissen wollte, wie alles zu Ende geht, die Vorfreude und Spannung war jedoch weg.

Die letzten drei Bände haben auch ihre guten Stellen, so ist es nicht. Aber meiner Meinung nach hätte Cassandra Clare nach Band drei diese Reihe beenden sollen. Schlimm genug, dass sie gefühlt hunderte Sinn-Offs (äh… Spin-Offs) geschrieben hat. Anfangs hielt ich diese noch für eine witzige Idee, hatte aber nie vor, sie zu lesen. Spätestens der letzte Band jedoch war voller mystischer Andeutungen und Verweise auf Clares andere Bücher, womit sie mich wirklich sehr genervt hat. Schade für sie, dass sie die Eigenwerbung scheinbar so nötig hat.

 

Meine Empfehlung

Wer urban Fantasy mag oder mal rein schnuppern möchte kommt an den Chroniken der Unterwelt eigentlich nicht vorbei – und das aus sehr gutem Grund. Die ersten drei Bände sind absolut lesenswert! Aber tut euch selbst einen Gefallen und ignoriert, dass es drei weitere Bände gibt. Beendet die Reihe einfach für euch an der Stelle, als Cassandra Clare es hätte tun sollen.

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