Literatur

Im Bereich Literatur findet ihr neben Buchbesprechungen auch Lesechallenges, denen ich mich gestellt habe, gedankliche Ergüsse zu literarischen Themen, Lieblingszitate und natürlich meine Freitags-Favoriten zum Thema Literatur.

  • Dies&Das,  Literatur,  Unterwegs

    Hamburg erkunden #4: 3 Buchhandlungen, die jeder Bücherwurm kennen sollte

    Wie jeder Bücherwurm stöbere ich natürlich liebend gern durch Buchhandlungen. Besonders gerne entdecke ich neue Buchhandlungen, die mit einem besonderen Konzept oder ihrem Sortiment aus der Masse herausstechen. Zum Glück hat mir Mareike von Crow and Kraken für Hamburg schon im Voraus ein paar Tipps gegeben, welche Läden voller Bücher ich unbedingt besuchen sollte. Drei der Buchhandlungen, in denen ich mich öfter herumgetrieben habe, konnte ich euch natürlich auf keinen Fall vorenthalten.

  • Dear Martin von Nic Stone
    Belletristik,  Buchrezension,  Literatur

    Nic Stone: Dear Martin

    In der Vergangenheit ist es schon mal vorgekommen, dass ich während des Lesens wütend wurde. Allerdings dann meistens, weil sich der Roman als unterirdisch schlecht entpuppte oder sich die Handlung in eine Richtung entwickelte, wo ich sie nicht haben wollte. Mit Dear Martin war das anders. Zum ersten Mal empfand ich eine rasende, hilflose Wut. Denn obwohl es sich hier um eine fiktive Geschichte handelt, bestand für mich während des Lesens kein Zweifel, dass diese Dinge in der Realität so passieren. Der Rassismus gegen Schwarze Menschen in den USA ist kein neues Thema. Aber er ist auch längst kein überholtes Thema.

  • Vox von Christina Dalcher
    Belletristik,  Buchrezension,  Literatur

    Christina Dalcher: Vox

    In der Buchbloggerszene war Vox schon vor Erscheinen gefühlt in aller Munde. Kein Wunder. Denn während die Forderungen nach Gleichberechtigung immer lauter werden, trifft Christina Dalcher mit ihrem Roman genau den Nerv der Zeit. Vox führt uns auf brillante Weise vor, wie eine Welt aussehen könnte, in der Frauen unterdrückt und alle, die nicht dem geforderten Familienbild entsprechen, weggesperrt werden. Trotzdem konnte mich der Roman leider nicht auf ganzer Länge überzeugen.

  • Ich und die Menschen von Matt Haig
    Belletristik,  Buchrezension,  Literatur

    Matt Haig: Ich und die Menschen

    Der Klappentext kann durchaus den Eindruck erwecken, dass es sich bei Ich und die Menschen um einen Science-Fiction-Roman handelt, der von der Interaktion einer außerirdischen Spezies mit der Menschheit erzählt. In gewisser Weise trifft das zu. Der namlose Ich-Erzähler ist ein Alien, der auf der Erde eine Mission zu erfüllen hat. Darum dreht sich die Handlung. Dennoch wird die große Alien vs. Mensch Frage im besten Fall nur angeschnitten. Der Fokus liegt im Roman ganz klar darauf, was auf der persönlichen Ebene passiert. Da sich der Ich-Erzähler für Andrew ausgibt, besteht seine größte Herausforderung darin, seine Rolle möglichst glaubhaft denen gegenüber auszufüllen, die Andrew am nächsten stehen.

  • Die Geschichte der Bienen von Maja Lunde
    Belletristik,  Buchrezension,  Literatur

    Dystopie oder unsere Zukunft? Maja Lunde: Die Geschichte der Bienen

    Was wäre der Mensch ohne Bienen? Das ist die Frage, die sich als roter Faden durch den Roman zieht. Während die Handlung kapitelweise zwischen William, George und Tao hin- und herspringt, verdeutlichen ihre Einzelgeschichten historisch aneinander gereiht zunehmend die überindividuelle Bedeutung des Verhältnisses von Mensch und Biene: Im 19. Jahrhundert ist William mit seinem besonderen Interesse für Bienen ein Außenseiter in seinem Umfeld. In unserer Zeit ist George mit seiner Bienenfarm ein Imker von vielen. Einige Jahrzehnte später tragen Tao und ihre Familie wie die gesamte Weltbevölkerung die Folgen des Verschwindens der Bienen.

  • Die Radleys von Matt Haig
    Belletristik,  Buchrezension,  Hörbuch,  Literatur

    Matt Haig: Die Radleys

    Der Grundgedanke der Story ist ziemlich vielversprechend. Endlich geht es einmal nicht um jahrhunderte alte Vampire voller Seelenqualen, die sich in eine Schülerin verlieben. (Das sind die Art von Vampirgeschichten, die ich bisher kannte). Es hat mir gefallen, dass die Radleys eine richtige Familie sind, dass es ihnen möglich ist, ganz auf Blut zu verzichten und sie keine Waldtiere jagen. Es hat mir gefallen, dass sich Clara und ihr Bruder Rowan mit ganz normalen Teenagerproblemen herumschlagen und irgendwie hat mir zunächst auch der Ansatz zugesagt, dass sie selbst bis zu Claras Zwischenfall überhaupt nicht wissen, dass sie Vampire sind. Allerdings ist das auch einer der Punkte, an dem ich begann,…