• 1984 von George Orwell
    Belletristik,  Buchrezension,  Literatur

    George Orwell: 1984

    1984 liest sich nicht nur als spannender Roman, sondern auch als Kritik an der Menschheit und hier liegt seine wahre Stärke. Orwell beschreibt eine Zukunftsvision, deren beschriebene Zeit inzwischen bereits Jahrzehnte zurückliegt. Leicht ist man geneigt, erleichtert aufzuatmen, dass sich die Welt nicht wie hier beschrieben entwickelt hat. Dennoch hat 1984 seine Aktualität nie eingebüßt. Orwell zeigt eindrücklich und gnadenlos die Schwächen der Menschheit auf.

  • Qualitylad von Marc-Uwe Kling
    Belletristik,  Buchrezension,  Literatur

    Marc-Uwe Kling: QualityLand

    Zukunftsszenarien, die in einer digitalisierten und kontrollierten Welt spielen, sind nicht neu. Neu ist jedoch Klings Ton, in dem er sein Zukunftsszenario erzählt. Er beschreibt sehr humorvolle Alltagsszenarien, die mir als Leserin sehr viel Spaß gemacht haben. Meine Lieblingsidee sind Werke der Weltliteratur, die etwas positiver ausfallen als wir sie kennen: Wer würde nicht lieber Die Freuden des jungen Werther lesen? Die Vorstellung, wie die Bewohner von QualityLand ihr QualityTab ("das beste Tablet!") küssen, um Transaktionen zu bestätigen und ohne ihr Tab völlig hilflos sind, ist im ersten Moment so absurd, dass sie erheitert statt bedrohlich zu wirken. Erst beim Darübernachdenken fällt auf, welche Aussagen über unsere eigenen Angewohnheiten dahinter…

  • Belletristik,  Buchrezension,  Literatur

    Matt Haig: How to Stop Time

    Die Handlung folgt Tom zu unserer Zeit, er hat sich in London niedergelassen und arbeitet als Geschichtslehrer. Den Großteil des Buches machen jedoch Kapitel aus, die irgendwann in Toms Vergangenheit spielen. Zunächst hat mich das leicht irritiert. Man wird in ein Wechselbad der Gefühle geworfen: mal gibt es amüsante Anekdoten über Shakespeare, mal traurig-schöne Romantik, dann wieder schockierende Tragik. Die Vergangenheitskapitel wurden schnell zu meinem Lieblingsbestandteil der Geschichte und dennoch schienen sie zu stören, denn sie schienen die Haupthandlung auszubremsen. Erst langsam erkannte ich das Muster: Die Vergangenheitskapitel stehen immer im Zusammenhang zum Heute.

  • Liebe findet uns von J. P. Monninger
    Belletristik,  Buchrezension,  Literatur

    J.P. Monninger: Liebe findet uns

    Seit langer Zeit war Liebe findet uns das erste Buch, das ich an seinem Erscheinungsdatum gekauft habe. Es wurde bereits im Voraus ziemlich gehypet und während ich ähnliche Phänomene normalerweise gekonnt ignoriere, war ich dieses Mal neugierig. Nicht zu leugnen ist da zum Einen das wunderschöne Cover, das förmlich zu leuchten scheint. Zum Anderen schien die Story genau die Art Lesestoff zu sein, die ich mir für den Sommer erhofft hatte: Eine Protagonistin in meinem Alter, Fernweh und Romantik - die perfekte Urlaubslektüre!

  • Was andere Menschen Liebe nennen
    Belletristik,  Buchrezension,  Literatur

    Andrea Cremer und David Levithan: Was andere Menschen Liebe nennen

    Bei diesem Roman hat mich zuerst der Titel angesprochen. In Kombination mit dem Coverbild erwartete ich eine leichte Liebesgeschichte zweier Jugendlicher in New York. Der Klappentext bekräftigte diese Vermutung und versprach gleichzeitig Spannung hinsichtlich der Frage, was es mit Stephans Unsichtbarkeit auf sich hat und wie Elizabeth ihm vielleicht helfen kann. Der Roman hält, was er verspricht: Die Liebesgeschichte zwischen Stephan und Elizabeth nimmt den größten Raum ein und kommt ganz ohne unnötige Dreiecksgeschichten, Missverständnisse und mitmischende Ex-Partner aus.

  • Smoke von Dan Vyleta
    Belletristik,  Buchrezension,  Literatur

    Dan Vyleta: Smoke

    Beim Durchstöbern des Bloggerportals hat mich vor allem erstmal das Cover von Smoke angesprochen. Alles, das so deutlich mit London verbunden ist, erweckt meine Neugierde und dazu kamen noch die Farben, die Big Ben etwas Mystisches verleihen. Die Zusammenfassung klang neu und originell. Nicht ganz Fantasy, aber mit dem Rauch ein eindeutig mystisches Element, das das Potenzial zu einer starken Metapher hat. Die ersten Kapitel habe ich schnell in mich aufgesogen. Dan Vyleta hat einen sehr plastischen und lebendigen Schreibstil, den ich auf Anhieb mochte. Die Kapitel wechseln zwischen Er-Perspektive und Ich-Perspektive verschiedenster Charaktere. Auch Randfiguren, die mir als Leser sonst niemals im Gedächtnis geblieben wären, kommen so zu Wort…

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