Film,  Filmrezension

Avengers: Endgame

Schon seit ein paar Jahren bin ich ein riesen Fan des Marvel Cinematic Universe (MCU). In Voraus- und Rückblicken auf das Kinojahr fällt das immer wieder auf, doch mit Rezensionen habe ich mich bisher zurückgehalten. Warum kann ich selbst nicht so genau sagen. Doch inzwischen ist es eine Woche her, dass ich Avengers: Endgame im Kino gesehen habe und ich habe noch immer so viel Redebedarf. Daher dachte ich, ich sortiere meine Gedanken in Form eines Blogbeitrags. Offensichtlich beschäftigen mich vor allem die unerwarteten Szenen und Handlungsstränge, weshalb dieser Beitrag fast nur aus Spoilern besteht. Wenn ihr den Film also noch nicht gesehen habt, dann holt das ganz schnell nach, kommt dann zurück und lasst mir einen Kommentar da, damit wir über den Film diskutieren können.

Nochmal für alle, die Einleitungen nur überfliegen:

Achtung: SPOILER!!

Ernsthaft.

Ich verrate hier so ziemlich alles Spannende, was im Film passiert.

Betrachtet euch als gewarnt.

©Marvel Studios 2019

 

Überraschungen

Die Mission der Avengers in Endgame war eigentlich mit dem Ende von Infinity War schon klar: Thanos besiegen und die Hälfte des Universums, die zu Staub zerfallen ist, zurückholen. So klar, so vorhersehbar. Ach ja, davor muss natürlich noch Tony irgendwie nach Hause kommen, bevor ihm wie im Trailer angekündigt der Sauerstoff ausgeht. Und Ant-Man sollte auch jemand aus dem Quantum Realm herausholen, bevor er sich darin verliert. All diese Erwartungen, mit denen zumindest ich in den Film hineingegangen bin, haben sich gefühlt in den ersten zehn Minuten erledigt. Captain Marvel bringt kurzer Hand Tony und Nebula zur Erde und ausgerechnet eine Ratte holt rein zufällig Ant-Man zurück. Selbst Thanos ist schnell beseitigt. Doch statt einem heroischen Kampf stören die Avengers den lila Titan ganz heimisch am Herd, wo er sein Farmleben genießt, seit er die Infinity Steine zerstört hat. Vollständigkeitshalber schlägt Thor ihm zwar dieses Mal den Kopf ab, doch an der anscheinend ausweglosen Situation ändert das in dem Moment natürlich nichts mehr.

Jetzt könnte man Marvel natürlich den Vorwurf machen, die Handlungsstränge aus Infinity War und Ant-Man and the Wasp, die zu Endgame hingeführt haben, viel zu schnell in einer gewaltigen Antiklimax enden zu lassen. Allerdings sehe ich genau darin einen der cleveren Schachzüge in diesem Film. Er geht so schon drei Stunden, wozu also Zeit verschwenden mit der umständlichen Rettung von Tony und Ant-Man, nur um sie nachher da zu haben, wo sie gebraucht werden: Im Avengers-Team. Ich glaube, ich habe selten einen derart kollektiv verwirrten Kinosaal erlebt, wie in dem Moment, als Thanos Kopf auf den Boden plumpste. Das „Und jetzt?“ stand beinahe greifbar im Raum. Damit hat Marvel für mich zu Beginn des Films etabliert, was sich dann komplett durchzog: den Überraschungsfaktor. Unerwartet waren auf alle Fälle die Veränderungen, die einige der Avengers innerhalb des Zeitsprungs von fünf Jahren durchgemacht haben. Wirklich herzerwärmend ist Tony Starks Familienglück mit Pepper und ihrer gemeinsamen Tochter Morgan. Eher kurios wirkt im ersten Moment die Verschmelzung von Bruce Banner und Hulk zu einer Person. Clint Bartons mörderische Ausschweifungen hingegen wurden bereits im Trailer angekündigt.

©Marvel Studios 2019

Aber niemand, wirklich niemand war auf Thors Zustand vorbereitet. Sein Versagen hat ihn derart aus der Bahn geworfen, dass er ständig betrunken ist, wirres Zeug redet und auseinandergegangen ist wie ein Hefeklops. Lacher auf Kosten von Körpermasse und einem offensichtlich psychisch labilen Zustand zu provozieren ist ziemlich fragwürdig. Dennoch möchte ich diesen Erzählstrang nicht als völlig geschmacklos verurteilen. Zum einen halte ich Thor für eine gelungene Wahl. Galt er doch als ‚Gott‘, der damit von Natur aus schon mit einem muskulösen Körper gesegnet war, der Asgardier, Menschen und die Guardians gleichermaßen in Faszination versetzte. Von seiner physischen Stärke und Machtposition als Thronfolger von Asgard ganz zu schweigen. Nachdem er uns so lange als männliches Idealbild auf der Leinwand präsentiert wurde, fand ich es ziemlich erfrischend, ihn dickleibig und psychisch angeschlagen sowohl Mjölnir als auch Stormbreaker schwingen zu sehen. Plötzlich wirkt sein Zustand nicht mehr lachhaft, als er zu Höchstform aufläuft und beweist: Stärke hängt weder von einem idealen Körperbau, noch von einem völlig gesunden Geisteszustand ab.

 

Wibbly, Wobbly, Timey, Wimey… Stuff

Eben habe ich gelobt, wie unvorhersehbar Endgame sei. Der Vollständigkeit halber sollte ich erwähnen, dass natürlich im Vorfeld schon über Zeitreisen und die Rolle der Quantenebene dabei spekuliert wurde. Allerdings hatte ich ehrlich gesagt gehofft, dass sie die Finger davonlassen. Zeitreisen sind immer eine verzwickte Angelegenheit und ich wage zu behaupten, dass sie den wenigsten Geschichten guttun. Natürlich bieten sie immer eine hilfreiche Problemlösungsstrategie, wenn es sonst keinen Ausweg mehr gibt. In Endgame wurde sehr clever die Chance genutzt, vergangene Filme anklingen und die Figuren daraus noch einmal auftauchen zu lassen. Emotional wurde es, als die Helden auf längst verlorene geliebte Personen trafen, seien es Thor auf Frigga, Cap auf Peggy Carter oder Tony auf seinen Vater. Witzig war es, anzusehen, wie weit sich der Hulk entwickelt hat. Und Loki, der mal wieder so absolut typisch er selbst war, konnte mir ebenfalls ein liebevoll-amüsiertes Augenrollen entlocken.

©Marvel Studios 2019

Aber mit Loki beginnt auch schon die erste Logiklücke. Da wird ein riesen Theater darum gemacht, dass die Infinity Steine zu dem Zeitpunkt zurückgebracht werden, an dem sie entwendet wurden. Damit bloß kein Chaos ausbricht, versteht sich. Damit die Vergangenheit unverändert bleibt. Klingt einleuchtend, hätte sich die Vergangenheit nicht auf andere Weise verändert. Wenn Loki 2012 mit dem Tesserakt abhaut, wie verliefen dann die Ereignisse, die wir aus Thor – The Dark World und Ragnarok kennen? (Heißt das, Loki lebt?!) Wenn die jüngere Version von Thanos am Ende stirbt, wie kann dann Infinity War stattgefunden haben? An der Stelle könnte man mit alternativen Realitäten/Zeitlinien argumentieren, die im Gespräch zwischen Bruce/Hulk und der Ältesten angedeutet werden. Aber dann macht es keinen Sinn, dass am Ende ein alter Cap dasitzt. Oder übersehe ich etwas?

Doch auch ohne die Zeitreisen wirft der Zeitsprung von fünf Jahren zwischen dem Auflösen des halben Universums und seiner Rückkehr Fragen auf. Aufgefallen ist mir die Problematik dahinter im Fall von Peter Parker. Soweit ich informiert bin, ist zwar nicht klar, ob der nächste Spider-Man-Film Far From Home nach den Ereignissen von Endgame angesiedelt ist, aber ich würde schwer davon ausgehen. Offensichtlich geht Peter noch immer zur Schule, ist also in den übersprungenen fünf Jahren nicht gealtert. Was natürlich Sinn macht. Die aufgelösten Personen haben in der Zeit nicht existiert. Aber es erscheint mir schon ein sehr großer Zufall zu sein, dass scheinbar sämtliche relevanten Mitschüler von Peter das gleiche Schicksal ereilt hat, und sie jetzt gemeinsam auf Klassenfahrt gehen können. Anstatt dass manche von ihnen in den letzten fünf Jahren ihr Leben weitergelebt und die High School längst verlassen haben. Ich bin schon sehr gespannt, wie Far From Home mit dem Thema umgehen wird.

 

Der große Showdown

Während Kampfszenen beginne ich mich schnell zu langweilen. Meist sieht man nur ein riesen Chaos und mich interessiert im Grunde sowieso nur, wer am Ende noch steht. Chaotisch ging es auch im Showdown von Endgame zu, aber mit sehr cleveren, emotionalen Momenten. Zum Teil wirkten die Szenen zwar hochgradig inszeniert, um einen gewissen Fanservice zu erfüllen. Aber sie funktionieren und ich liebe sie. Was für ein episches Wiedersehen mit den aufgelösten Charakteren, als immer mehr von ihnen durch die Portale von Doctor Strange strömten. Endlich konnte Cap „Avengers, versammelt euch!“ rufen, und als alle ihre Kampfpose einnahmen, war das ein richtiger Gänsehautmoment. Hier kamen wirklich alle (noch/wieder lebenden) Helden des MCU zusammen und ihre Anzahl war überwältigend.

©Marvel Studios 2019

Doch bei diesem einen Gänsehautmoment blieb es nicht. Frauenpower ist so ein überholtes Wort, aber mir fällt kein besseres ein, um die Szene zu beschreiben, als alle Marvel Heldinnen in einem Frame zusammenkommen. Captain Marvel hat als erste weibliche Marvel Heldin mit einem Solo-Film Anfang dieses Jahres jede Menge Aufmerksamkeit bekommen. Während ich den Film grundsätzlich super fand, hat er für mich emotional nicht viel gemacht. Das Gefühl von ‚Empowerment‘, von dem viele Frauen nach dem Film berichtet haben, blieb bei mir aus. Dafür hatte ich es jetzt, in dieser einen Szene in Endgame. Es tat gut zu sehen, dass Marvel uns eben nicht nur Carol als weibliches Vorbild bietet.

Ein weiterer großer Moment im Chaos der Schlacht war eindeutig Mjölnir in Caps Hand. Am liebsten hätten wohl die meisten Zuschauer*innen in Thors Ausruf „Ich wusste es!“ eingestimmt. Offen bleibt die Frage, ob Cap in Age of Ultron nur aus Höflichkeit den Hammer nicht hochgehoben hat (zuzutrauen wäre es ihm) oder erst in der Zwischenzeit vollends würdig geworden ist. Durch das Aufdecken von Hydra und den Erlebnissen rund um Buckys Rückkehr in sein Leben, ist Cap als Figur gewachsen und ich würde gerne glauben, dass diese Charakterentwicklung jetzt nochmal durch Mjölnir gewürdigt wurde.

 

Das Ende einer Ära

Zwar schließt erst Spider-Man: Far From Home offiziell die dritte Phase des MCU ab, doch schon Endgame markiert das Ende eine Ära. Gleich drei der ursprünglichen Avengers haben wir im Kino verabschiedet. Dabei ging der Tod von Natasha Romanoff beinahe etwas unter. Vielleicht, weil zumindest ich die Hoffnung hatte, sie bringen sie irgendwie wieder zurück.

Am emotionalsten war mit Abstand der Abschied von Tony Stark alias Iron Man. Ich bin in Filmen nur schwer zum Weinen zu bringen und so sehr ich Tony mag, war er nie einer meiner Lieblingsavengers – aber ich habe das Ende durchgeschluchzt. Und den Umgebungsgeräuschen nach zu urteilen blieb kaum ein Auge im Kinosaal trocken. Iron Man war nicht einmal der erste Marvelfilm, den ich gesehen habe, und doch war er selbst für mich immer die Figur, mit der alles begann. Für mehr als zehn Jahre war Tony nicht nur der Anfang, sondern auch die Konstante, die die Avengers zusammenhielt. Nein, ich habe die Auseinandersetzung mit Cap natürlich nicht vergessen oder verdrängt. Aber ich erinnere mich daran, dass es stets Tony war, der seine Energie und sein Geld (zugegeben: er hat sehr viel davon übrig) darin gesteckt hat, den Avengers eine Basis und damit ein Zuhause zu geben. Mit Tonys Tod endete damit nicht nur sein Leben, sondern auch wahrhaft eine Ära. Das emotional wegzustecken wurde natürlich nicht gerade erleichtert dadurch, dass er jetzt endlich ein Familienleben hatte. Als wundervoller Vater von Morgan und so kurz nach seiner Wiedervereinigung mit Quasi-Adoptivsohn Peter Parker, hinterlässt er im MCU nicht nur als Superheld eine Lücke.

©Marvel Studios 2019

Obwohl es schade ist, dass wir auch Cap nicht mehr zu sehen bekommen, habe ich mich über die Umsetzung seines Ausscheidens sehr gefreut. Schon im Vorfeld war klar, dass Chris Evans die Rolle nicht mehr verkörpern wird. Damit wäre Caps Tod ziemlich vorhersehbar gewesen. Stattdessen bekamen wir ein überraschend positives Ende. Ja, ich bin hoffnungslos romantisch und deshalb überglücklich, dass er endlich seinen Tanz mit Peggy bekommen hat.

 

Offene Fragen: Was erwartet uns in der Zukunft?

Während Tony eine Lücke hinterlässt (die eventuell Pepper füllen wird? Den Anzug dafür hätte sie), machen andere Avengers für ihre Nachfolger Platz. Cap übergibt seinen Schild an Sam Wilson/Falcon. Damit stellt sich Marvel gegen die Erwartungen, dass der Schild den Comics entsprechend an Bucky geht. Ob wir Marvel dazu ‚gratulieren‘ können, einer Schwarzen Figur den Vorzug zu geben für die Nachfolge eines Superhelden, der Amerika sogar im Namen trägt, bleibt davon abhängig, was sie zukünftig daraus machen. Thor verzichtet auf den Thron von Asgard und übergibt ihn Valkyrie. Stattdessen schließt er sich den Guardians of the Galaxy an. (Fun fact: Die „Asgardians of the Galaxy“ existieren in den Comics tatsächlich, allerdings in anderer Konstellation). Diese Entwicklung wirft natürlich die Frage auf, ob wir Thor in Guardians of the Galaxy Vol. 3 wiedersehen. Der Film ist für 2022 angekündigt und die Liste der bestätigten Darsteller ist aktuell noch unvollständig. Nachdem der Ton von Thor 3 bereits stark an den der Guardians-Filme erinnert hat, kann ich mir die Kombination tatsächlich gut vorstellen.

Viel gespannter bin ich aber darauf, wie ernst Marvel die Nachfolge Falcons als Cap und Valkyries für Thor nimmt. Bleibt es bei einer netten Geste, die Endgame abrunden soll, oder können wir darauf hoffen, die Figuren in ihren neuen Aufgaben zu sehen? Während Black Panther und Captain Marvel schon ein wichtiger Schritt waren, Schwarze Menschen und Frauen mehr in den Mittelpunkt zu rücken, fehlen marginalisierte Gruppen weiter unter den Vorstreitern im MCU. Entsprechend gespannt bin ich auf die Zukunft eines Schwarzen Captain Americas. Vorerst sieht es so aus, als würde er auf Disneys neue Streamingplattform Disney+ abgeschoben. Denn Marvel hat bereits bekannt gegeben, dass es dort eine Serie rund um Falcon und den Winter Soldier gegeben wird. Allerdings hat Kevin Feige angekündigt, dass zukünftig Serien- und Kinoinhalte enger miteinander verknüpft sein sollen. Wir können also nur abwarten.

Ich bezweifle, dass wir besonders viel mehr von Valkyrie zu sehen bekommen, würde es mir aber wünschen. Mit ihrer Hintergrundgeschichte ist sie für mich eine der spannendsten Nebenfiguren, die in Phase 3 eingeführt wurden. Ihr in irgendeiner Form mehr Raum zu geben, würde außerdem die Möglichkeit eröffnen, ihre Bisexualität zu thematisieren. Die entsprechenden Szenen aus Thor 3 landeten ja auf dem Boden des Schneideraums. Fakt ist, dass mit Loki ein weiterer Quasi-Asgardier ebenfalls eine eigene Serie bekommt. Seine Sexualität spielte bisher im MCU überhaupt keine Rolle. Vorlagen, sowohl der nordischen Mythologie, als auch der Comics, bieten allerdings einige interessante Möglichkeiten. Zunächst ist jedoch die viel größere Frage, die ich oben schon angedeutet habe: Wohin ist er 2012 mit dem Tesserakt verschwunden? Bisher ging ich immer davon aus, dass die Loki-Serie seine Vorgeschichte behandeln wird. Allerdings könnte Marvel jetzt die Lücke geschaffen haben, die nötig war, um Loki von den Toten erneut auferstehen zu lassen.

 

Diskutiert mit!

Mich würde sehr interessieren, wie euch der Film gefallen hat und was ihr über die Punkte denkt, die ich angesprochen habe. Lasst mir ein Kommentar da, damit wir diskutieren können.

TITEL Avengers: Endgame
REGIE Anthony & Joe Russo
DREHBUCH Stephen McFeely, Christopher Markus
LAUFZEIT 181 min
JAHR 2019

10 Kommentare

  • Isabel

    Liebe Sabrina,
    schön hier Deine Zusammenfassung nachzulesen. Wir waren gerade im Urlaub mit der gesamten Familie in Endgame. Ich war eigentlich kein besonderer Marvelfan und hatte bisher nur Dr. Strange und Iron Man gesehen, aber ich war/bin echt begeistert von Endgame. Meine Mädels haben jetzt beschlossen, dass wir jedes Wochenende einen Marvelfilm gucken werden. Trotz wenig/kein Hintergrundwissen hat mich Endgame emotional auch erreicht und ich freue mich, dass meine Töchter richtig tolle Vorbildcharaktere bekommen.
    Liebe Grüße
    Isabel

    • Sabrina

      Liebe Isabel,

      ich habe mich schon die ganze Zeit gefragt, wie Endgame wohl wirken muss, wenn man das MCU nicht in- und auswendig kennt. Freut mich riesig, dass der Film dich trotzdem begeistern konnte! Ich wünsche dir und deinen Mädels ganz viel Spaß dabei, die Marvelfilme nachzuholen.

      Liebe Grüße
      Sabrina

  • Elisa

    Hallöchen noch mal ^^,

    ich sah den Film letzte Woche in einem 4D Kino, was ziemlich cool war, weil wir bei den Kampfszenen so Effekte wie ruckelnde Stühle oder Wind hatten.

    Ich fand den Film im großen und ganzen klasse, wobei es nicht mein Lieblings MCU Film war. Ich hätte allerdings Lust „Infinity War“ und „Endgame“ mal direkt hintereinander zu gucken.
    Den Anfang des Films mit der Tötung von Thanos und dem „5 Jahre später“ fand ich ziemlich gut. Ich habe normalerweise eine ziemliche Abneigung gegen Zeitreisen, aber in diesem Film fand ich es ganz in Ordnung.
    Die Enden für Cap und Iron Man (meine zwei Lieblingsavengers) waren wirklich stimmig.
    Was ich überhaupt nicht mochte war die Bildung der „Asgardians of the Galaxy“. Die Guardianfilme sind mit meine Lieblingsfilme des MCU und ich liebe die Charaktere. Thor ist dagegen einer der Charaktere, die ich am wenigsten mag. Ich finde den Charakter so furchtbar, dass ich echt gehofft hatte, dass er in Endgame stirbt, damit ich ihn nicht mehr ertragen muss. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass Thor die Guardians für mich jetzt etwas verschlechtern wird.

    LG und danke für die gelungene Rezension
    Elisa

    • Sabrina

      Hey,

      Endgame in 4D klingt richtig gut! Ich bin direkt neidisch.

      Jetzt, da du es erwähnst, würde ich auch beide Filme nochmal direkt hintereinander sehen wollen. Ich hoffe sehr, dass dir Thor die Guardians nicht kaputt gemacht. Wenn er bleibt wird er auf jeden Fall die Gruppendynamik durcheinanderbringen. Darüber hatte ich bis eben noch gar nicht nachgedacht. Es ist so schön, wie die Guardians zu einer Familie zusammengewachsen sind und ich fände es schade, wenn das durch Thor gestört wird. Mal sehen, was uns da erwartet.

      Liebe Grüße
      Sabrina

  • Daggi

    Nachdem ich gestern Abend im Kino war, habe ich Deinen Artikel nun auch gelesen. Mitdiskutieren ist für mich schwierig, da ich MCU nicht verfolgt habe. Ich bin quasi nur meinen Kids zuliebe mit ins Kino gegangen.

    Meine Familie war insgesamt begeistert, hatte aber auch einige Kritikpunkte. Infinity War hat ihnen besser gefallen, dass Iron Man genau jetzt stirbt ist nicht auf Begeisterung gestossen und wie Du schon geschrieben hast, ob die Wahl des neuen Captain America ziehen sich auch in Frage.

    LG
    Daggi
    #litnetzwerk

    • Sabrina

      Liebe Daggi,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Ich stelle mir Endgame sehr verwirrend vor, wenn man das MCU bisher nicht verfolgt hat.

      Oh, ich ziehe die Wahl des neuen Captain America nicht infrage, im Gegenteil! Ich will Marvel nur nicht überschwänglich auf die Schulter klopfen und nachher machen sie nichts draus.

      Liebe Grüße
      Sabrina

  • Katharina

    Liebe Sabrina,
    ich glaube mir ging es mit Endgame ganz ähnlich wie dir, zumindest was ich so aus deinem Beitrag hier herauslese, insbesondere was das Ende angeht. Ich bin selbst auch kein riesiger Iron Man Fan, aber Tony Stark sterben zu sehen, gerade weil er jetzt eine Familie hat, tat schon irgendwie weh. Und ich gönne es Cap so sehr, dass er noch sein Happy End mit Peggy hatte. Hach.
    Ich war auch echt überrascht von dem Anfang und etwas irritiert, fand es dann aber doch ganz gut gemacht, eben weil es, wie du ja auch sagst, einen gewissen Überraschungseffekt bietet. Trotzdem hatte ich irgendwie ein wenig das Gefühl mit Endgame einfach ein zweites Mal Infinity War zu gucken, ich hatte nicht das Gefühl, dass der Film sonderlich viel Neues gebracht hat, zumindest für mich nicht.
    Das mit den Zeitreisen war absehbar und ich versuche gar nicht erst mich darin einzudenken und irgendwelche Logiklücken entdecken zu wollen, denn damit verwirre ich mich vermutlich nur selbst 😀
    Und Thor… ja, man kann durchaus darüber diskutieren, dass so eine lachhafte Figur aus ihm gemacht wurde, aber gleichzeitig konnte ich auch nicht anders als über einige Szenen zu lachen. Was die restlichen Figuren angeht… irgendwie war mir kaum einer noch so richtig sympathisch? Ja, es ist irgendwie logisch, dass sie nur ein Schatten ihrer selbst sind nach dem Versagen in Infinity War, aber gerade Hulk fand ich irgendwie skurril. Ach, ich weiß auch nicht, irgendwie konnte Endgame mich in der Hinsicht nicht so wirklich überzeugen. Obwohl der Film einige tolle Szenen hatte war ich am Ende hauptsächlich… unterwältigt? Ich glaube ich habe mir einfach mehr von dem Film erhofft, was ja immer ein Fehler ist 😀
    Einen schönen Blog hast du übrigens, da bleibt man doch gerne als regelmäßiger Leser da 🙂

    Liebe Grüße,
    Katharina
    #litnetzwerk

    • Sabrina

      Liebe Katharina,

      freut mich sehr, dass dir mein Blog gefällt und vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar.

      Ich glaube, ich kann nachvollziehen, was du damit meinst, dass Endgame dir wie ein weiter Infinity War vorkam. Immerhin ist der Gegner der gleiche. In den bisherigen Teilen, hat es immer einen riesen Unterschied gemacht, ob sie gegen Loki, Ultron oder eben Thanos kämpfen. Aber für mich ging es dabei auch immer stark darum, wie sie als Team an ihren Aufgaben wachsen oder zerbrechen und da hat uns Endgame nochmal ganz neue Seiten gezeigt.
      Was die Figuren angeht: Ich verstehe total, was du wegen Bruce/Hulk meinst. Ich finde es spannend, wie weit er gekommen ist, seine beiden Seiten zu akzeptieren. Aber so richtig habe ich mich nicht daran gewöhnen können. Dafür war es dann doch zu plötzlich. Mit den anderen Figuren hatte ich persönlich kein Problem. Aber auch hier hat schlichtweg die Zeit gefehlt, die Veränderungen, die sie ja alle durchgemacht haben, ausreichend darzustellen, dass es für uns Zuschauer*innen nachvollziehbar wird.
      Schade, dass du unterwältigt warst. Ich hatte auch hohe Erwartungen an den Film und kam trotzdem völlig überwältigt heraus. Meine Zweifel wegen der Zeitreise & Co kamen dann erst in den Tagen danach.

      Liebe Grüße
      Sabrina

  • Flo

    Bzgl. der Frage, was der alte Cap denn nun wieder zurück in der ursprünglichen Realität macht, hat inzwischen auch Joe Russo was gesagt:

    „If Cap were to go back into the past and live there, he would create a branched reality. The question then becomes, how is he back in this reality to give the shield away? Interesting question, right? Maybe there’s a story there. There’s a lot of layers built into this movie and we spent three years thinking through it, so it’s fun to talk about it and hopefully fill in holes for people so they understand what we’re thinking.“
    https://movieweb.com/avengers-endgame-captain-america-ending-explained/

    Deutet zumindest darauf hin, dass das tatsächlich „beabsichtigt“ war, es also einen besonderen Grund gibt und es tatsächlich nicht der „normale“ Verlauf wäre.

    • Sabrina

      Hey Flo,

      vielen Dank, dass du mich auf das Interview hingewiesen hast. Ich kannte es offensichtlich noch nicht. Bin jetzt sehr gespannt, ob das heißt, dass wir irgendwann noch eine Erklärung bekommen.

      Liebe Grüße
      Sabrina

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